GEDULD
Ausdauer | Durchhaltevermögen | Gelassenheit
Zusammengestellt von Christiane Aeschbacher und Miriam Cihak
Geduld ist die Fähigkeit warten zu können. Ist diese Fähigkeit überhaupt noch erstrebenswert zu lernen, in einer Gesellschaft, in der Kinder (in virtuellen Welten) alles auf Knopfdruck erhalten, was sie sich wünschen?Wissenschaftler meinen ja. Geduld gleiche fehlende Intelligenz aus und bringe im Berufsleben weiter. Geduld mache auch zufriedener. Kinder lernen schnell, ob es sich zum Beispiel lohnt, auf eine versprochene Belohnung geduldig zu warten. Die Verlässlichkeit des Umfelds kann, laut Studien, die Wartezeit eines Kindes verdoppeln – oder halbieren.Als Christen warten wir darauf, dass sich Jesu Versprechen „Ich werde wiederkommen!“ bald erfüllt. Wir warten auf die Belohnung danach, die der treue Gott verlässlich geben wird. Und wir wünschen uns, dass unsere Kinder mit uns „geduldig laufen in dem Kampf, der uns bestimmt ist“, weil sie wissen, welche Freude sie danach erwartet.
Daher – lasst uns Geduld üben!

1. Sinn und Religion
1.1. Gottes Im.Puls für Groß
„Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.“ – Psalm 103:8 „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.“ – 2. Petrus 3:9
Wir haben als Erzieher in Gott das größte Vorbild. Er ermutigt uns, geduldig mit unseren Mitmenschen, auch und besonders mit den Kleinen, zu sein:
„In aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe.“ – Epheser 4:2„So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“ – Kolosser 3:12
Geduld ist eine Frucht des Heiligen Geistes, nichts, was aus uns selbst entstehen kann. Jesus sagt: Wer in mir bleibt, bringt viel Frucht! Demnach ist das beste “Rezept”, um geduldig mit unseren Kleinen sein zu können: Bleib‘ nah‘ an Jesus!
Noch zwei praktische Tipps zum Thema Geduld
– Lieber schweigen, als ungeduldig reagieren.
“Wer mit einem Kind oder Jugendlichen jähzornig umgeht, wird Verbitterungwecken. Wenn ein Elternteil oder Lehrer die Geduld verliert und Gefahr läuft,unweise Worte zu sprechen, sollte er lieber ruhig bleiben. In der Stille liegt einewunderbare Macht.”Ellen White (2007): Ratschläge für die Sabbatschule. Wien: Top Life Center. S. 143
– Geduld in Konfliktsituation lohnt sich!
„Die Mutter sollte sich ganz in der Gewalt haben und alles vermeiden, was einentrotzigen Sinn im Kinde hervorrufen könnte. Sie sollte ihm nicht mit lauterStimme Befehle erteilen. Es ist schon viel gewonnen, wenn sie mit gedämpfter,sanfter Stimme spricht. Sie muss mit dem Kinde in einer Weise umgehen, dasses zu Jesus gezogen wird. Sie sollte erkennen, dass Gott ihr Helfer ist und ihreMacht in der Liebe liegt. Ist sie eine weise Christin, dann versucht sie nicht, dasKind zum Nachgeben zu zwingen. Sie betet vielmehr inbrünstig, dass der Feindnicht den Sieg erringe, und indem sie betet, wird sie sich einer Erneuerung desgeistlichen Lebens bewusst. Sie erkennt, dass dieselbe Macht, die an ihr wirkt,auch an ihrem Kinde arbeitet. Es wird freundlicher und gehorsamer. Der Kampfist gewonnen. Geduld, Freundlichkeit und weise Zurückhaltung in ihren Wortenhaben ihr Werk getan. Stille folgt dem Sturm wie Sonnenschein dem Regen. DieEngel aber, die diesen Vorfall beobachtet haben, stimmen Freudenlieder an.“Ellen White (1975): Aus der Schatzkammer der Zeugnisse.Band 3. Lüneburg: Advent-Verlag. S. 82
1.2. Gottes Im.Puls für Klein
David, der Hirtenjunge, wird zum König gesalbt
Buchempfehlung: Meine Lieblingsgeschichten der Bibel: David – der jüngste Bruder, Band 5, CMV 2010, ISBN 978-3-86701-205-8
An Hand dieser Geschichte (siehe Buch) können folgende Lebenslektionen mit dem Kind reflektiert werden. – David darf noch nicht zum Fest mitgehen, er ist noch zu klein. → Vielleicht geht es deinem Kind auch so, dass es manches noch nicht darf, weil es noch zu klein ist (Kaugummi kauen, ein Handy besitzen? Auto fahren? ☺ ). Erkläre ihm in einfachen Worten, warum das manchmal notwendig ist. – David reißt vorher alle giftigen Kräuter aus und verjagt alle Schlangen, bevor die Schafe auf die Weide gehen dürfen, sie müssen warten. → Vielleicht ist es auch bei deinem Kind so, dass es warten muss (wenn Mama telefoniert, auf die Nachspeise usw.). Man könnte dem Kind einen Nachtisch in Aussicht stellen und ihm sagen, dass es diesen erst nach dem Mittagessen haben darf, es soll die Nachspeise an einem sicheren Ort aufheben. – David übt mit der Steinschleuder, es gelingt ihm nicht sofort sein Ziel zu treffen, er braucht Ausdauer. → Auch kleine Kinder brauchen Ausdauer um vieles Neue zu lernen (Ich erinnere meinen Sohn gerne an Davids Bemühungen, wenn er aufgeben möchte, weil etwas nicht funktioniert.). – David wird nicht gleich König, nachdem er gesalbt wurde. → Manches Schöne kommt erst später und braucht unsere Geduld (man hat z.B. nur einmal im Jahr Geburtstag, Oma und Opa kommen erst in zwei Wochen usw.).
Noah und das Warten auf den Regen
Kindergartenkinder lieben Rollenspiele. Ihr könntet diese Geschichte gemeinsam nachspielen. – Baut im Wohnzimmer eine Arche (aus einem Karton? Mit Decken? Lasst eurer Kreativität freien Lauf! ☺ ), hämmert und sägt. Bringt in eure Arche Vorräte für die Tiere, predigt den Leuten. – Lasst Tiere (Playmobil, Schleich, … ?) in die Arche marschieren, singt dazu. Und dann sitzt in der Arche und wartet. Nichts passiert. Erzählt die Geschichte sieben Tage bis zu dieser Stelle. – Am siebten Tag beginnt leise mit euren Fingern am Boden zu klopfen – es beginnt zu tröpfeln. Der Regen wird stärker, bis die Fäuste auf den Boden trommeln. ☺ – Erzählt die Geschichte zu Ende und malt gemeinsam einen Regenbogen mit Fingerfarben.
Jakob arbeitet 7 Jahre bevor es zur Hochzeit kommt
Stellt eurem Kind etwas Schönes (ein kleines Geschenk) in Aussicht, wenn es sieben Tage eine Aufgabe erfüllt (Mülleimer leeren, Tisch decken, …). Erzähle sieben Tage lang die Geschichte, betone wie geduldig Jakob sein musste und erledigt danach gemeinsam den Job. Am siebten Tag erhält dein Kind dann sein Geschenk.
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1. Entwicklung des Kindes
Geduld entwickeln
6 – 12 Monate: Erfassen zeitliche Abläufe (Abläufe vermitteln Sicherheit, vor allem, wenn die Bezugsperson Handlungen ankündigt, z.B. bei der Pflege)
12 – 18 Monate: Zeit orientiert sich an Reihenfolgen von Handlungen (Rituale und dieselben Abfolgen erleichtern dem Kind die zeitliche Orientierung)
18 – 24 Monate: Verständnis für Vergangenheit und Zukunft setzt ein (Zeitangaben – so konkret wie möglich: „einmal schlafen“ usw.)
3 Jahre: Fähigkeit zur Aufschiebung wird entwickelt
4 Jahre: Einfühlungsvermögen soweit entwickelt, dass sich das Kind Bedürfnisse anderer vorstellen kann
2.2 Förderung des Kindes
Ungeduld vorbeugen
1.Struktur
Wenn die Tage deines Kindes Struktur haben, gibt es weniger Grund ungeduldig zu sein. Es kennt die Abläufe, weiß, wann Mama oder Papa was tun und was danach kommt. Auf diese Weise entsteht ein gewisser Zeitbegriff – vorerst an Abläufen und Reihenfolgen von Handlungen orientiert, später immer differenzierter.
2. Wort halten
Die Ungeduld deines Kindes hat auch die Funktion, sich eines Versprechens zu versichern. Wenn ihr als Eltern Wort haltet, wird euer Kind langfristig die Erfahrung machen, dass es sich auf euer Wort verlassen kann. Diese Sicherheit ist die Basis für Geduld. Das gilt auch, wenn wir unserem Kind sagen, dass etwas nur noch fünf Minuten dauert – selbst wenn es die Uhr noch nicht lesen kann!
3. Aufmerksamkeitsspanne vergrößern
Ein Kind, das gelernt hat, sich selber zu beschäftigen, ist weniger ungeduldig. Das könnt ihr als Eltern fördern, indem ihr euer Kind nicht ständig unterhaltet, sondern selbst nach Beschäftigung Ausschau halten lasst und es nicht unnötig aus seinem konzentrierten selbstinitiierten Spiel herausreißt.
4. Konsequent sein
Wenn Quengeln zum Ziel führt, wird gequengelt. Es darf und muss im Alltag Situationen geben, in denen dein Kind wartet. Das ist wichtig für seine Entwicklung. Nur wenn Eltern konsequent sind, lernt das Kind, dass sein Protest daran nichts ändert, sondern unter Umständen sogar die Wartezeit verlängert, weil Mama oder Papa dadurch nicht so rasch vorankommen. Voraussetzungen:1. dein Kind entwicklungsgemäß behandeln und nicht überfordern 2. elementare Bedürfnisse deines Kindes kennen, sie rechtzeitig und ausreichend stillen.
Mit einem ungeduldigen Kind umgehen
Was braucht mein Kind?
Mit der Ungeduld unseres Kindes ruhig umzugehen fällt uns in der Regel leichter, wenn wir etwaige Bedürfnisse dahinter einzuordnen wissen (Beispiele: Hunger (z.B. durch verspätete Essenszeit), Müdigkeit, Schmerzen, Unwohlsein, Krankheit, innere Not durch fremde Umgebung oder Veränderung von (Lebens)Umständen, entwicklungsbedingte Verunsicherung). Darum lohnt es sich, rechtzeitig die Frage zu stellen: „Was braucht mein Kind?“ Häufig verwechseln wir diese Frage mit: „Was will mein Kind?“ Das muss sich nicht immer decken!
Fest bleiben!
Wenn dein Kind Dinge haben möchte, die nicht gut wären, zum gegebenen Zeitpunkt oder überhaupt nicht möglich sind, bringst du als Erwachsener dein Kind gewissermaßen zu dieser Grenze. Es gibt Dinge, die „nicht gehen“. Auch nicht, wenn man sie sich sehr wünscht, sich ärgert, sich beschwert, wütend oder traurig wird,… Du signalisierst: „Ich weiß, dass du das haben möchtest. Ich kann dich verstehen, aber es geht leider nicht.“ Diese Grenzen helfen, dass dein Kind Sicherheit empfindet.
Alternativen anbieten
Eine Alternative anzubieten, erleichtert es deinem Kind, eine solche Grenze zu akzeptieren. Das bedeutet aber nicht, dass Eltern stets für Ablenkung sorgen sollen. Im Leben kommt auch nicht immer gleich etwas anderes daher. Besser wäre da ein „Was denkst du, könntest du jetzt tun …?“, um das Kind dazu anzuleiten, selber eine Alternative zu finden.
Beispiele:
-…beim Warten aufs Essen: „Ich bin fast fertig! Jetzt fehlt nur noch … und danach müssen wir den Tisch decken. Wenn du möchtest, dass es schneller geht, kannst du mir helfen und das Besteck und die Servietten holen. Das wäre super!“ … -wenn Mama telefoniert: „Ja, ich habe dich gehört, … , aber ich spreche gerade mit … Möchtest du auf meinen Schoß? Du kannst dir inzwischen dieses Buch ansehen. Oder spielst du lieber mit …? Ich brauche noch … Minuten.“ (Minutenanga Homekindergarten ben nur, wenn sie tatsächlich eine sehr kurze Spanne ausmachen – bis etwa fünf Minuten) … -wenn Mama zum Beispiel Hausarbeit macht oder sich um ein Geschwisterkind kümmert: „Mhm, ich habe gehört, dass du mir den Turm zeigen willst. Ich möchte mir den auch unbedingt ansehen. Diese Schüssel muss ich noch abwaschen, dann komme ich zu dir. Möchtest du hier warten oder lieber schon ins Zimmer gehen? Du könntest inzwischen…“ … -beim Warten auf ein Ereignis (z.B. Spielplatzbesuch): Nicht zu früh ankündigen, Vorfreude verstehen und Verständnis signalisieren, versichern, dass das Versprechen eingehalten wird. Heilmittel für die eigene Ungeduld – ausreichend schlafen – ein Wundermittel! – beten – Kraft, die über unsere hinausgeht, von Gott bekommen – hinhören/hinsehen und echte Bedürfnisse wahrnehmen und stillen – in einer ruhigen Minute persönliche „No-Goes“ für Momente überlegen, wo es schwierig werden könnte, und diese schriftlich festhalten – überfordernde Situationen für das Kind und einen selber nach Möglichkeit vermeiden – sich ganz bewusst um einen ruhigen, besonnenen Ton und Umgang bemühen und auch – z.B. dem Partner gegenüber – Rechenschaft ablegen – eine Auszeit nehmen, evtl. den Partner übernehmen lassen, wenn man spürt, dass man an die eigenen Grenzen kommt – um Verzeihung bitten und sich nicht entmutigen lassen, wenn man die Geduld verloren hat. Experimentieren mit Wasser Ein Experiment, bei dem man eine Nacht lang Geduld haben muss, um das Ergebnis zu sehen. Du brauchst: ein Marmeladenglas und einen wasserfesten Stift.
Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus und braucht mehr Platz. Lass dein Kind ein leeres Glas zur Hälfte mit Wasser füllen. Markiert den Wasserstand mit Filzstift, wenn das Glas ruhig steht. Stellt das offene Glas über Nacht in den Gefrierschrank. Dann heißt es warten. Am nächsten Morgen könnt ihr nachschauen, was passiert ist. Das Wasser ist zu Eis geworden und hat sich nach oben ausgedehnt.
Zählen Zählen benötigt in diesem Alter oftmals Ausdauer und Geduld. Das Schätzglas | passend für Kinder ab 5 Jahren Du brauchst: (1) ein Einmach- oder Konfitürenglas mit Deckel, (2) Dinge zum Befüllen des Glases (Nüsse, Maiskörner, Murmeln, Steine, Büroklammern, Geldstücke,…).
Fülle das Glas zuerst mit größeren Gegenständen – später kannst du auch kleinere nehmen. Es reichen bis zu 30 Objekte für Kinder die noch nicht in die Schule gehen. Lass dein Kind das Glas genau ansehen und die Anzahl der Objekte schätzen. Zählt anschließend wie viele Objekte es sind. Zählen, zählen, zählen | passend für Kinder ab 4 Jahren Zählt gemeinsam in jeden Pappbecher 10 Teile. Knobeln und Rätseln Knobelspiele helfen Geduld zu üben und Ausdauer zu trainieren. Puzzles Puzzles gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen für unterschiedliche Altersgruppen. Bestimmt hat jeder Puzzles zu Hause. Geometriespiele – Smartgames – Arche Noah
Alle Tiere müssen ihren Platz in der Arche finden – jeweils Seite an Seite, in Paaren, so dass alle Arten beieinander bleiben und ihre Füße nach unten schauen. 48 Aufgaben in 4 Schwierigkeitsstufen – ab 5 Jahren! Schult die Konzentration, logisches Denken und lehrt Geduld! – Smartgames – Trucky Fördert die Geschicklichkeit, räumliches Denken, Kombinieren – und Geduld. ☺ Bei diesem Spiel ab 3-4 Jahren müssen LKWs so beladen werden, dass die gesamte Ladung auf die LKWs passt. Dazu gibt es 48 Aufgaben in vier Schwierigkeitsstufen. Wartetage – Wochentage Du brauchst: (1) kleine, bunte Kärtchen, auf denen jeweils ein Wochentag steht, (2) Klebestreifen, (3) kleine Leckerbissen (z.B. Rosinen).
Dein Kind stellt sich in fünf Meter Entfernung vor dich. Klebe vorher auf der Strecke zwischen euch die Kärtchen auf dem Boden auf. Dein Kind soll dann z.B. fragen: „Wann darf ich in den Zoo gehen?“ Du antwortest z.B.: „Am Mittwoch“. Dein Kind steht zuerst auf einem Sonntagskärtchen. Jetzt zählt ihr zusammen mit den Fingern wie viele Tage es von Sonntag bis Mittwoch sind: „Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch – drei Tage!“ Es darf nun drei Schritte auf den Kärtchen in deine Richtung machen. Dann fragt es wieder z.B.: „Mama, wann darf ich zu Oma fahren?“ Du antwortest z.B.:„Am Freitag“. Dein Kind steht z.B. auf einer „Sabbatkarte“. Ihr zählt gemeinsam: „Sabbat, Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag – sechs Tage!“ Dein Kind darf nun sechs Schritte in deine Richtung machen. So spielt ihr weiter, bis das Kind bei dir ankommt und eine Rosine erhält. Wenn es möchte, darf das Spiel gerne wiederholen! ☺
Fingerspiel | passend zur Geschichte von Noah und der Flut Es tröpfelt, es regnet, es gießt, es hagelt, es blitzt, es donnert. Mit zwei Fingern auf den Tisch klopfe. Mit drei Fingern … Mit den Knöcheln klopfen. Zischgeräusche Mit den Fäusten trommeln The weather | passend zur Geschichte von Noah und der FlutDu brauchst: Flash Cards zu jedem Satz. Sprich deinem Kind die Wettererscheinung deutlich vor und zeige dazu das Bild (die vorbereitete Flash Card). Wiederhole das immer wieder mit passenden Bewegungen: It’s raining It’s snowing It`s sunny It`s cloudy It´s windy Regenschirm aufspannen Schneebälle werfen Schweiß abwischen mit der Hand ziehende Wolken andeuten Hut fest halten Dein Kind soll die Bewegungen nun mitmachen. Schließlich soll nur noch dein Kind die Bewegungen ausführen. Wenn ihr das einige Male gemacht habt, kann das Kind mitsprechen. Sprich den Satz langsam vor, das Kind kann ihn nachsprechen. Wenn das schon gut geht, kannst du die Bewegung vormachen und dein Kind soll den englischen Satz dazu sagen. Kasimir pflanzt weiße Bohnen, Lars Klinting, Oetinger Verlag Der Klappentext: „Kasimirs Topfpflanze ist verwelkt. Er braucht dringend eine neue. Warum soll er es nicht mal mit Bohnen versuchen? Am besten pflanzt er sie gleich selbst. Dazu braucht er nur einen Blumentopf, einen Pflanzspaten, einen Beutel Erde und Wasser. Und natürlich getrocknete Bohnenkerne. Was er sonst noch braucht? Geduld, sehr viel Geduld… Kasimir kann auch backen, tischlern, malen, nähen und noch vieles mehr – dazu mehr in den anderen Büchern vom fleißigen Biber.“ Bücher, die zum Nachahmen anregen. Wer ernten will, muss Geduld lernen. Kressesamen strapazieren das Warten nicht ganz so sehr… ☺ Einfrieren Du brauchst: (1) einen CD-Player und (2) eine CD. Fordere dein Kind auf zu springen und sich zu bewegen, während die Musik läuft. Stoppe die Musik dann plötzlich. Dein Kind muss in der Position verharren, in der es sich gerade befindet. 20 Sekunden lang soll es sich nicht bewegen. Dann setzt die Musik wieder ein, bis sie wieder gestoppt wird. Geräusche merken Lass dein Kind die Augen schließen. Gehe dann durchs Zimmer und erzeuge drei bis vier verschiedene Geräusche – zum Beispiel den Vorhang auf- und zuziehen, an die Fensterscheibe klopfen, die Türe schließen. Danach soll dein Kind aufzählen, welche Geräusche es erkannt hat. Man kann das Spiel auch mit Instrumenten spielen. Die Kinder tauschen auch gerne einmal die Rollen! ☺ Das Spiel kann man auch wunderbar draußen spielen. Legt euch doch in die Wiese und erzählt euch gegenseitig, was ihr nach einer Zeit der Stille gehört habt. Spielen oder nicht spielen? Du brauchst: drei unterschiedlich klingende Instrumente. Wähle zwei im Klang sehr unterschiedliche Instrumente – zum Beispiel eine Trommel und ein Xylophon. Das Kind erhält zum Beispiel eine Rassel und bekommt die Homekindergarten Anweisung, dass es nur mit seiner Rassel spielen darf, wenn du auf der Trommel spielst. Spielst du auf dem Xylophon, muss es warten. Hast du zwei Kinder, darf das eine beim Xylophon, das andere beim Klang der Trommel mitspielen. Du kannst die Abstände zwischen den Instrumentenwechseln nach und nach immer mehr verkürzen, sodass sich das Kind vollkommen auf sein Gehör verlassen muss. Geduldspiele Wer kennt sie nicht? Oft befinden sie sich auf dem Deckel von Seifenblasenbehältern. Wie schnell kommt die Kugel durch das Labyrinth ins Loch? Diese Spiele üben die Feinmotorik, aber auch die Ausdauer. 2.3. VorBild des Kindes
3. Denken
3.1. Die Welt erkunden
3.2. Mathe begreifen
4. Sprache
4.1 Wort.Schatz
4.2 Sprachspiele
Mit einem Finger auf den Tisch klopfen.
4.3 Fremdsprachen
4.4 Kinderbücher
5. Sinne
5.1 Musizieren
6. Körper
6.1. Ich bin aktiv!
Ein Einkaufstipp
Eine sehr liebe Version der sogenannten Geduldspiele gibt es schon für ganz Kleine als „Magnetspiel“ – es gibt davon auch wieder verschiedene Versionen. Einfach ein wenig suchen bei Amazon z.B.
6.2. Ich kann das!
Schuhbänder binden
Vgl. Landesschulrat für OÖ: Ich will es! Ich tu es! Ich kann es! Ein Arbeitsbuch für Kinder und Erwachsene. Linz: Landesschulrat für OÖ
Übung macht den Meister! ☺ Um diese Tätigkeit zu beherrschen, braucht es vorher viel Geduld beim Probieren!Du brauchst: einen möglichst dicken Faden oder eine Kordel (ca. 80 cm lang).
Lass dir diese zuerst um eine Sessellehne oder um deinen Fuß knoten. Bilde mit einem Ende ein Hasenohr (= Schlinge). Das andere Ende lege über das Hasenohr und schieße von hinten nach vorne ein Tor. Ziehe die Schlinge ein Stückchen heraus. Jetzt hast du zwei Hasenohren. Halte beide Hasenohren gut fest. Ziehe nun fest an. Die Schuhmasche ist fertig.
Spruch: „Hasenohr schießt ein Tor! Noch ein Hasenohr!“ 6.3. Ich bin kreativ!
Kügelchenraben
Du brauchst: (1) weißes Papier, (2) orangenes und schwarzes Seidenpapier, (3) Klebstoff.
Lass das Kind den Umriss eines Raben auf das Blatt aufzeichnen. Es darf dann aus schwarzem Seidenpapier Schnipsel reißen und mit den Fingern daraus kleine Kugeln formen. Die Kugeln sollen dann in den Raben geklebt werden, bis er ganz schwarz ist. Das Auge und der Schnabel kann man mit orangem Seidenpapierkügelchen kleben. Das braucht ganz schön Ausdauer! Je kleiner die Kugeln, desto größer die Geduld! ?
Weitere Bastelideen, die Geduld fördern:– Perlen auffädeln– einen Fangbecher (Papierbecher mit einer Schnur und einer Holzkugel daran) basteln und dann versuchen die Holzkugel im Becher zu fangen– weben
MITGEFÜHL
Güte | Nächstenliebe | Herzlichkeit
Zusammengestellt von Christina Fey
In unserer konkurrenz- und ichbezogenen Gesellschaft sind Mitgefühl und Güte leider vielfach verloren gegangen.“Bevor Kinder und Teenager mit Liebe und Fürsorge auf die Sorgen und Nöte anderer Menschen reagieren können, müssen sie in der Lage sein, mitzufühlen – sich in deren Situation versetzen und das Leben mit deren Augen und Gefühlen betrachten können.“ (Donna J. Habenicht (2004): Wie man Kindern Werte vermittelt. 2. Auflage. Lüneburg: Advent-Verlag, S. 259f.) Das muss ihnen gezeigt und vorgelebt werden. Wer Liebe empfängt, ist auch in der Lage sie weiterzugeben.
Dieser Newsletter hat das Ziel, mithilfe von Spielen, Übungen, Liedern oder Bastelideen die Kinder zu einem gütigeren und herzlichen Verhalten anzuregen. Nächstenliebe und Mitgefühlstehen dabei im Vordergrund.

1. Sinn und Religion
1.1. Gottes Im.Puls für Groß
Miteinander zu leben, wie wir es in unseren Familien, unserer Arbeit oder unserer Gemeinde erleben, bedeutet stets zu lernen, meinen Nächsten durch Gottes Augen zu sehen.
Wir haben als Erzieher in Gott das größte Vorbild. Er ermutigt uns, geduldig mit unseren Mitmenschen, auch und besonders mit den Kleinen, zu sein:
„Haltet in derselben Gesinnung zusammen und habt Mitgefühl füreinander! Liebt euch gegenseitig als Brüder und Schwestern! Seid gütig und zuvorkommend zu-einander! Vergeltet Böses nicht mit Bösem und gebt Beleidigungen nicht wieder zurück! Im Gegenteil, segnet eure Beleidiger, denn Gott hat euch dazu berufen, seinen Segen zu empfangen!“ – 1. Petrus 3,8.9, Gute-Nachricht-Bibel
„Lasst uns Gutes tun an jedermann.“ – Galater 6,10
Unser größtes Vorbild sollte immer Jesus sein, der es wie kein anderer geschafft hat, in Demut zu leben.
Wenn du ein erfolgreicher Lehrer sein möchtest, solltest du nicht nur einfacheUnterrichtsmethoden anwenden, sondern auch Mitgefühl und Liebe in die Sabbatschuleeinbringen. Die Kinder nehmen diese Dinge wahr und werden von ihnenbeeinflusst. Männer und Frauen sind nur erwachsene Kinder. Fühlen wir uns nichtdurch Worte und Blicke echten Mitgefühls und wahrer Liebe angesprochen? Jesus,der göttliche Lehrer, überzeugte seine Jünger von seiner Liebe zu ihnen. Ernahm die menschliche Natur nur an, um den Menschen die Barmherzigkeit, Liebeund Güte Gottes zu veranschaulichen. Er hatte nur die Erlösung und das GlückHomekindergarten | Newsletter 2 | Mitgefühl | 3seiner Geschöpfe im Sinn. Deshalb starb er. Während er die zärtlichsten Wortedes Mitgefühls sprach, frohlockte er im Bewusstsein, dass er „überschwänglich“mehr zu tun gedachte, als wir bitten oder verstehen können. Täglich zeigte er denMenschen durch seine Segnungen, wie groß sein Zartgefühl und seine Liebe fürdie gefallene Menschheit war. Sein Herz erwies sich als eine Quelle unerschöpflichenMitleids, aus dem das sehnsüchtige Herz mit dem Wasser des Lebens versorgtwerden konnte.“Ellen White (2007): Ratschläge für die Sabbatschule. Wien: Top Life Center, S. 91.
Wie er zu werden – das ist unser Ziel! Das geschieht, wenn wir durch sein Wort und das Gebet von ihm lernen.
1.2. Gottes Im.Puls für Klein
Der barmherzige Samariter
In dem Gleichnis zeigt Jesus auf, dass unsere Nächsten nicht nur Menschen sind, zu denen wir uns sowieso hingezogen fühlen. Wenn du die Geschichte gemeinsam mit deinem Kind liest, durchnimmst oder spielst, kannst du folgende Fragen stellen:
- Woher kam der verletzte Mann? Woher kam der helfende Mann?
- Kennst du auch Kinder/Menschen aus anderen Ländern?
- Sind das deine Freunde oder hältst du dich eher von ihnen fern? Lachst du sie aus oder lachst du mit ihnen?
Um dein Kind für Kinder aus anderen Ländern zu begeistern, kannst du:
- Bilder von ausländischen (aus der Nachbarschaft?) Kindern auf eine Weltkarte/einen Globus pinnen.
- in einem Bilderbuch die verschiedenen Kulturen unserer Welt kennenlernen, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten sprechen.
Buchempfehlung: Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband: Kinder dieser Welt
- ausländische Kinder einladen oder sie mit deinem Kind besuchen und z.B. ein traditionelles Gericht mit ihnen vorbereiten und essen.
Fünf Brote und zwei Fische
Diese Geschichte eignet sich deshalb so gut, Kindern ein mitfühlendes Herz zu zeigen, weil hier ein Kind selbstlos handelt und es sich daher gut in die Geschichte hineinversetzten kann.Wenn du die Geschichte gemeinsam mit deinem Kind liest, durchnimmst oder spielst, kannst du folgende Fragen stellen:
- Wieso gibt der Junge sein Essen ab? Er hat doch dann gar nichts mehr!
- Worüber hat sich Jesus wohl an diesem Tag ganz besonders gefreut? Warum?
- Wieso fällt es dir manchmal schwer, Dinge/Essen zu teilen? Was denkt Gott, wenn du mit anderen Menschen/Kindern teilst?
Gemeinsam könnt ihr diese Geschichte noch vertiefen:
- ein Lied singen: „Ein kleiner Fisch“ (Text und Melodie: Janet Sage, deutsch: Cornelia Kopa, aus: Lilian Kovar/Yvonne Seidel u.a. (2010): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center.)
- „Dein Kind soll ein belegtes Brot machen, das es dann mit dir teilen kann. Dankt Jesus, dass ihr etwas zum Teilen habt. (…)
- Überlegt euch, wen ihr zum Essen am Freitagabend einladen könnt. Dein Kind soll die Hauptspeise oder die Nachspeise aussuchen. (…)
- Sprich mit deinem Kind über gesundes Essen. Backt gemeinsam ein Vollkornbrot oder (gesunde) Muffins. Hebt etwas davon für das Abendessen am Freitag auf. Dankt Jesus für gutes,gesundes Essen, das deinem Kind hilft zu wachsen. (…)
- Dein Kind soll dir helfen, das Essen für den Abend vorzubereiten. Dein Kind soll das Essen servieren. Spielt zur Andacht die biblische Geschichte.“(Kinder- und Jugendabteilung der Österreichischen Union (2008): Unterwegs mit Jesus, 2. Viertel A 2016, 13. Lektion.Wien: Top Life Center, S. 59.)
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1. Entwicklung des Kindes
Schon von Geburt an sind Neugeborene und Säuglinge in der Lage, Gefühle von anderen, insbesondere ihrer Eltern, wahrzunehmen. Nicht selten kommt es vor, dass das Baby gerade dann unruhig ist oder weint, wenn es der Mutter nicht gut geht und eine negative Stimmung herrscht. Im Laufe des ersten Lebensjahres lernt es immer mehr, seine eigenen Gefühle zu erkennen und auszudrücken. Nutzt es diese Emotionen zunächst primär für sich (Freude, Ärger, Zuneigung, Eifersucht…), beginnt es ab dem zweiten Lebensjahr, diese auch auf andere zu übertragen. Es zeigt Emotionen und gütiges Verhalten gerne an anderen, z.B. an seinen Kuscheltieren (Küsschen, Streicheln, Drücken…). Mit ca. 1 1/2 Jahren empfinden die Kinder dann erstes Mitgefühl, meist mit ihren Eltern (bei Krankheit, Trauer…). Sie „reagieren mit der so genannten ‚Gefühlsansteckung‘, wenn sie Zeuge des Kummers einer anderen Person werden: Sie werden selbst traurig und fangen unter Umstände sogar an zu weinen, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass das Gefühl nicht aus ihrem eigenen Selbst kommt, sondern von einer anderen Person übertragen wurde.“ (Jutta Kienbaum (2005): „Warum bist du so traurig?“. In: kindergarten heute 4/2005. Freiburg: Herder, S.6.) Wenn die Kinder am Ende des zweiten Lebensjahres immer mehr verstehen, dass es ein „Ich“ und „Andere“ gibt, können sie mehr und mehr Empathie empfinden und diese auch verbal und handelnd zeigen (vgl. Birgit Gebauer-Sesterhenn u.a. (2013): Die ersten 3 Jahre meines Kindes. 3. Auflage. München: Gräfe und Unzer, S. 176, 306, 342.).
2.2 Förderung des Kindes
Um den Kindern zu helfen, mitfühlendes und gütiges Handeln zu verbessern, muss es zunächst in der Lage zu sein, seine eigenen Gefühle zu erkennen. Dann kann es auch die Gefühle anderer Menschen wahrnehmen und entsprechend mitfühlend darauf eingehen. Dafür:
-Ermuntere dein Kind, die richtigen Worte für seine Gefühle zu finden!
-Bilderbücher können helfen, Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Erkläre, was die Bilder aussagen und welchen Grund die Gefühle haben („Maria weint, weil sie sich verletzt hat.“ oder „Der Hund freut sich, weil er einen Knochen gefunden hat.“)
-Frage dein Kind direkt nach seinen Gefühlen in bestimmten Situationen („Wie geht es dir?“, „Wie war es, als du Oma gerade wiedergesehen hast?“) und von Gefühlen bestimmter Personen („Was meinst du, wie fühlt sich der Junge gerade?“)
-„Hilf den Kindern, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Verbinde die Erklärung der Gefühle anderer Kinder damit, wie du über das Verhalten deines Kindes denkst: „Du hast Peter Schmerzen verursacht; es ist böse, jemanden zu beißen.“ (…)
-Gib den kleinen Kindern viele Gelegenheiten, dir zu helfen.“ (Donna J. Habenicht (2004): Wie man Kindern Werte vermittelt. 2. Auflage. Lüneburg: Advent-Verlag, S. 263-265.)
2.3. VorBild des Kindes
Ganz besonders beim Mitgefühl kommt es darauf an, als Eltern ein gutes Vorbild zu sein. Du kannst deinem Kind ein gütiges Verhalten vermitteln, wenn du selber Empathie empfindest und das auch zum Ausdruck bringst:
-Achte auf deine eigenen Gefühle und kontrolliere sie gegebenenfalls! Selbstbeherrschung zeigt deinem Kind, dass es seinen Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert ist und es diese auch ändern kann.
-Zeige Verständnis für die Gefühle des Kindes, vor allem in Situationen, wo du dir ein anderes Verhalten wünschst („Ich verstehe, dass du traurig bist, weil du gerne noch einmal auf das Karussell gehen würdest.“). Tröste es, wenn es Trost braucht.
-Sprich über deine eigenen Gefühle! Gib ihnen Ausdrücke wie „glücklich“, „traurig“, „ängstlich“, „fröhlich“.
-Spiegel die Gefühle deines Kindes und beschreibe, was du gerade an deinem Kind beobachtest.
-„Drücke dein tiefes Missfallen aus, wenn Tiere oder Menschen verletzt werden.
-Sei ein Vorbild, wie man sich um andere kümmert. (…)
-Fördere eine positive Einstellung gegenüber anderen Menschen. Denke das Beste von anderen. (…)
-Bestärke die Kinder, sich selbst als hilfsbereite, fürsorgliche Menschen zu sehen. (…) Lobe das Kind für sein freundliches und hilfsbereites Verhalten.“(Donna J. Habenicht (2004): Wie man Kindern Werte vermittelt. 2. Auflage. Lüneburg: Advent-Verlag, S. 263-265.).
3. Denken
3.1. Die Welt erkunden
Meine Umwelt verschönern
Oft erkennen wir, dass mit Gottes Schöpfung nicht sorgsam umgegangen wird. Statt bunten Blumen und sauberen Wiesen sehen wir, dass die Menschen Müll hinterlassen oder die Natur zerstören. Hier kann dein Kind auch lernen, Gutes an der Natur zu tun. Suche dir mit deinem Kind ein kleines, (leicht) vermülltes Stück Natur aus, welches ihr gemeinsam verschönern möchtet (z.B. eine Wiese in eurer Nähe, der Spielplatz um die Ecke, einen Bachabschnitt…). Besorgt euch reißfeste Handschuhe (z.B. Einmalhandschuhe), dicke Mülltüten sowie Schutzkleidung (z.B. Matschhosen oder -overalls) und macht euch an die Arbeit! Nach einer Weile werdet ihr feststellen, welch einen Unterschied ihr dort gemacht habt. Anschließend kannst du mit deinem Kind die Natur vor Ort noch weiter entdecken. Welche Pflanzen wachsen dort?
Beachte! An sehr verdreckten Stellen kann auch gefährlicher Müll liegen!! Diese Orte solltet ihr vermeiden, da dein Kind die Gefahr noch nicht erkennt! Suche dir lieber einen Platz, der dir sicher scheint. Außerdem solltest du vorher ganz klare Regeln mit deinem Kind vereinbaren (Handschuhe immer anlassen, nichts ins Gesichttun…) und darauf achten, dass ihr nahe beieinander seid, so dass du dein Kind immer im Auge hast. Falls notwendig, lass dein Kind nur die Mülltüte halten, während du den Müll einsammelst.
Sich um Tiere kümmern – mein eigenes Haustier/Tierheimbesuch
Falls es in eure Lebenssituation passt, kannst du dir überlegen, ob ihr euch ein Haustier anschaffen könnt. Da Tiere wie Menschen Gefühle haben, kann dein Kind hier noch stärker lernen, mitfühlend und gütig zu handeln. Binde dein Kind aktiv in die Versorgung eures Haustiers mit ein. Alternativ könnt ihr auch das örtliche Tierheim besuchen und euch dort über die Tiere erkundigen und sie kennenlernen. Vielleicht bietet es sich an, dass ihr euch dort regelmäßig um ein Tier kümmert (z.B. mit einem Hund spazieren geht). Fragt gemeinsam, was ihr für die Tiere dort Gutes tun könnt. Nebenbei könnt ihr auch noch interessante Dinge über die verschiedenen Tierarten erfahren.
3.2. Mathe begreifen
Für jemanden einkaufen gehen
Du brauchst: (1) Spielmünzen oder echte Münzen, (2) Schale, (3) Obst und Gemüse, (4) Preiszettel.
Erzähle deinem Kind die Geschichte von Petrus und dem Lahmen. Spiele dann den Lahmen, wie er vor dem Tempel sitzt. Dein Kind spielt verschiedene Personen, die am Lahmen vorbeigehen und ihm Spielmünzen in seine Schale werfen. Lass dein Kind dann auf den „Markt“ gehen und vorher beschriftetes Obst und Gemüse (je nach Fähigkeit deines Kindes mit Preisen zwischen 1 und 50 Cent) für den Lahmen einkaufen. Was kann er sich leisten?
Variation: Falls du jemanden kennst, für den du tatsächlich etwas einkaufen kannst, dann mach das mit deinem Kind gemeinsam! Gib ihm 1€ oder 2€ und lass ihn eine Sache selber kaufen. Gebt dem Bedürftigen gemeinsam den Einkauf ab!
Geschenkbeutel vorbereiten
Du brauchst: (1) kleine oder größere Geschenke in mehreren Mengen (z.B. Obst, Knabbereien, Postkarten, Stifte, Nüsse, kleines Spielzeug, Selbstgebasteltes…), (2) kleine durchsichtige Beutel, (3) Teller.
Gemeinsam mit deinem Kind kannst du dir überlegen, wem du etwas Gutes tun kannst (Freunden, anderen Kindern, Flüchtlingen, alten Menschen, Bedürftigen, Kranken…). Ihr sucht euch fünf Personen/Familien aus, denen ihr ein Geschenk machen wollt. Aus dem Haufen der kleinen Geschenke soll nun dein Kind gerecht verteilen, so dass jede Person/jede Familie gleich viel bekommt. Bereite Teller vor, auf denen es die Gegenstände ablegen kann.
4. Sprache
4.1 Wort.Schatz
Gefühlsmemory
Du brauchst: (1) Memory- oder Bildkarten mit verschiedenen Gesichtern/Smileys/Situationen und verschiedenen Gefühlsausdrücken (entweder selbstgemachte Kärtchen (z.B. mit Bildern deines Kindes) oder gekaufte Spiele, z.B.:
Spielmöglichkeiten:
- Du kannst ganz klassisch Memory spielen und dabei dein Kind immer wieder die Gefühle benennen lassen.
- Du kannst (wenn genügend Karten vorhanden sind) Quartett mit deinem Kind spielen.
- Dein Kind soll das gezeigte Gefühl pantomimisch darstellen, danach bist du dran und dein Kind errät das Gefühl.
- Bei negativen Gefühlen kannst du mit deinem Kind überlegen, wie es dieses Gefühl „loswerden“ kann und stattdessen anders handeln könnte. Anschließend spielt ihr eine bessere Möglichkeiten nach.
4.2 Sprachspiele
Fingerspiel | Fünf Freunde
Fünf Freunde sitzen dicht an dicht, sie wärmen sich, sie frieren nicht. Der Erste sagt: Ich muss jetzt gehn. Der Zweite sagt: Auf Wiedersehn. Der Dritte, der verlässt das Haus. Der Vierte geht zur Türe raus. Der Fünfte ruft: Hey ihr, ich frier. Da wärmen ihn die anderen vier. |
Eine Hand hoch halten
und eine Faust machen kleinen Finger Ringfinger Mittelfinger Zeigefinger Daumen zum Schluss eine Faust um den Daumen herum bilden |
4.3 Fremdsprachen
Feelings
Wortschatz:
I’m happy I‘m sad I‘m angry I‘m tired |
Ich bin glücklich.
Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich bin müde. |
Übung I
- Zeichne auf vier Kreise ein glückliches, ein trauriges, ein ärgerliches und ein müdes Gesicht. Klebe die Kreise auf Schaschlikspieße.
- Führe nun die Vokabeln ein.
- Halte ein Gesicht hoch und sage den Satz dazu.
- Sage einen Satz und lass dein Kind das richtige Gesicht hochhalten. Lobe viel!
- Halte ein Gesicht hoch und lass dein Kind den richtigen Satz dazu sagen.
Gehe langsam vor! Führe am ersten Tag nur den ersten Punkt durch, am zweiten Tag wiederhole den ersten Schritt und probiere den zweiten Schritt usw.
Übung II
Male auf vier A4 Blätter die vier Gesichter und hänge sie in die vier Ecken eines Zimmers. Du sagst einen Satz und dein Kind soll in die richtige Ecke rennen. Du erzählst von einer Situation (auf Deutsch) und dein Kind soll den passenden Satz dazu in Englisch sagen und zum richtigen Gesicht rennen. Du sagst zum Beispiel: „Du bekommst ein Geschenk!“ Dein Kind antwortet: „I`m happy“. Du sagst: „Du fällst auf den Boden“. Dein Kind antwortet: „I´m sad“. Diese Übung ist auch auf Deutsch sehr hilfreich, da Kinder in diesem Alter erst lernen, ihre Gefühle zu äußern.
4.4 Kinderbücher
Buchtipp: Die kleine Maus und die Beeren für die Bären
Der Klappentext: „Millie ist eine ziemlich kleine Maus mit einem sehr großen Herzen. Als sie hört, wie laut der Magen des Bären knurrt, will sie ihm unbedingt etwas zu essen bringen. Er darf doch nicht hungrig ins Bett gehen und Winterschlaf halten! Für ihren Freund meistert die mutige Maus selbst größte Herausforderungen – trotz mancher Rückschläge…“
Diese Geschichte zeigt anhand der Freundschaft der beiden Tiere, was es praktisch bedeuten kann, gütig, freundlich und mitfühlend zu sein. Ein großes Herz wird nicht unbeobachtet bleiben – Liebe kommt immer zurück!
5. Sinne
5.1 Musizieren
Lieder singen
- „Freundlich“ (Melodie: überliefert, Text: Sabine Jaquemar)
- „Mach die Augen auf“ (Text und Melodie: Margrit Birkenfeld)
- „Allen Menschen Gutes tun“ (Text und Melodie: Yvonne Seidel)
Lilian Kovar/Yvonne Seidel u.a. (2010): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center.
Gefühle musikalisch darstellen
Um dein Kind für verschiedene Stimmungen und Emotionen zu sensibilisieren, kann es mithilfe verschiedener Musikinstrumente, die dein Kind schon beherrscht oder auf denen es einfach experimentieren kann, verschiedene Gefühle darstellen. Dafür eignen sich zum Beispiel: verschiedene Orff-Instrumente (Glockenspiel, Triangel, Rassel,Trommel…), Klavier, Gitarre, Blockflöte.
Überlegt euch gemeinsam ein Gefühl oder schaut euch verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Gefühlsmomenten an und versucht sie mithilfe eines oder mehrerer Instrumente in Musik zu übertragen. Vielleicht kann dir dein Kind schon erzählen, wieso es gerade dieses Instrument gewählt hat. Wenn ihr darin geübt seid, dann funktioniert diese Übung auch als Ratespiel: Dein Kind überlegt sich ein Gefühl, spielt es vor und du versuchst es zu erraten. Anschließend wechselt ihr die Rollen, so dass dein Kind raten muss.
Variationen:
- Zusätzlich kann man auch in verschiedenen Bewegungen Gefühle ausdrücken, auch hier kann wie oben genannt vorgegangen werden.
- Suche dir bekannte Musikstücke aus, welche Gefühle kannst du wieder entdecken?
5.2 Erleben
Essen bei Essensausgabe vorbeibringen
Falls es in eurer Stadt oder eurer Kirchengemeinde eine Essensausgabe für Obdachlose oder Bedürftige gibt, kannst du mit deinem Kind dort einmal teilnehmen und Essen abgeben oder sogar selbst mit austeilen. Auch hier kannst du mit deinem Kind aktiv sein und anderen Menschen helfen.
Besuch im Altersheim oder Krankenhaus
Alte oder kranke Menschen sind oft alleine. Deswegen freuen sie sich besonders über einen Besuch von Kindern. Wähle jemanden aus, den du gerne besuchen möchtest und nimm dein Kind (und vielleicht sogar noch weitere Eltern mit Kindern) mit. Schenkt den Personen Blumen oder etwas Selbstgebasteltes. Singt ein paar Lieder vor. Spielt ein Musikstück vor. Nebenbei kannst du deinem Kind erklären, was ein Altenheim oder ein Krankenhaus ist und wofür es gut ist. Vielleicht könnt ihr euch sogar ein wenig umschauen und einiges Spannendes entdecken.
5.3 Wahrnehmen
Eine Stunde „ohne“
Je nach Alter deines Kindes lass es eine Zeit lang eine Körperfunktion nicht gebrauchen können. Sprecht vorher darüber. Dann soll das Kind eine Stunde lang z.B. seine Beine nicht benutzen dürfen (Beine mit einem Tuch zusammen binden). Oder eine Stunde lang die Augen verbunden haben. Oder eine Stunde lang mit Oropax leben. Sprecht danach darüber! Eine hilfreiche Lektion, um mit anderen betroffenen Menschen mitfühlen zu lernen!
Pizza-backen-Massage/Wettermassage
Gutes tun – das kann man auch, in dem man jemand anderem eine angenehme Massage gibt! Kleinen Kindern macht es besonders Spaß, wenn man die Massage mit einer Geschichte verbindet. Du kannst die Rückenmassage als „Pizza backen“ verpacken. Am angenehmsten ist es, wenn dein Kind flach auf dem Boden liegt. Anschließend kann es an dir oder einer anderen Person die Massage durchführen.
Pizza backen:
- Teig kneten (Knetbewegungen),
- Teig ausrollen und Tomatensauce verteilen (im Kreis wischen),
- Beläge: Tomaten (mit den 10 Fingerspitzen in Tomatenscheibengröße klopfen),
- Zwiebel (Halbmonde/Kreise zeichnen),
- Pilze (mit der Faust klopfen),
- Mais (mit Daumen und Zeigefinger zwicken)…,
- Teig in den Ofen schieben (Schiebbewegungen).
6. Körper
6.1. Ich bin aktiv!
Blinde führen (für draußen oder drinnen)
Du brauchst: Gegenstände, die als Hindernisse dienen (z.B. kleine Mauern, Steine, Äste, Büsche, Baumstämme…). Wenn jemand nicht sehen kann, wohin er geht, bedarf es einer Hilfe, die auf einen aufpasst und darauf achtet, dass nichts passiert. Dies kannst du mit deinem Kind üben, indem du es zunächst blind führst und ihr anschließend die Rollen tauscht.
Nachdem dein Kind seine eigene Erfahrung im Blind-Gehen gemacht hat, ist es nun an der Reihe dich (oder ein anderes Kind) zu führen. Es soll dabei genau darauf achten, dass dir nichts passiert und du dir nicht weh tust.
Variation: durch einen Hindernisparcours (zum Klettern, Balancieren oder auch zum Kriechen) blind führen.
Bruder, hilf! (für draußen)
Anzahl der Mitspieler: min. 5 Kinder. Ein Kind ist Fänger und muss die anderen Kinder fangen. Wer gefangen wurde, ist der nächste Fänger. Um sich vor dem Fänger zu schützen, kann man einen Mitspieler an die Hand nehmen und laut rufen: „Bruder, hilf!“. So ist man kurzzeitig geschützt. Ist der Fänger weitergelaufen, laufen die Kinder wieder einzeln. vgl. Bernd Badegruber (2000): Spiele zum Problemlösen. Band 1: für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. 6. Auflage. Linz: Veritas, S. 78.
6.2. Ich kann das!
Mama im Haushalt helfen
Brotteig kneten: Gib mit deinem Kind alle Zutaten in eine Schüssel und verrührt sie, damit sich die Zutaten gut mischen. Lass es nun die Masse mit der Hand fest durchkneten. Dabei braucht man viel Kraft und die Finger können müde werden dabei. Macht dann einfach eine Pause!
Schälen: Bei einigen Gemüse- und Obstsorten muss man die Schale entfernen, aber wie? Lass dein Kind schälen üben. Damit es mit dem Schäler die Finger nicht erwischt, muss es das Gemüse oder die Frucht sehr geschickt halten. Achte darauf, dass es immer vom Körper weg schält.
Schneiden: Messer sind sehr scharf. Man kann sich mit ihnen leicht verletzen. Lass dein Kind zuerst weichere Sachen und dann festere schneiden. Augen und Hände müssen gut zusammenhelfen und aufpassen.
Flechten:
Flechten: Flechten mit drei Elementen mit folgendem Spruch:
„Drei Freunde halten fest zusammen, wenn sie sich zum Spielen sehen, sie über eine Straße gehen. Zur Mitte erst der Rechte geht, darauf der Linke folgt, o seht! Das Spiel geht jetzt immer weiter, lustig, fröhlich und sehr heiter!“ – Die drei „Freunde“ sind drei Strumpfhosenschläuche in drei verschiedenen Farben. Vgl. Landesschulrat für OÖ: Ich will es! Ich tu es! Ich kann es! Ein Arbeitsbuch für Kinder und Erwachsene. Linz:Landesschulrat für OÖ.
6.3. Ich bin kreativ!
Die folgende Bastelidee zum Verschenken eignet sich gut, um anderen Menschen eine Freude zu machen. Nebenbei schult sie auch noch die Auge-Hand-Koordination, den Umgang mit Schere, Kleber und Papier, sowie die Feinmotorik:
Blumenstecker
Du brauchst: (1) festen Karton, (2) Seidenpapier in verschiedenen Farben, z.B.: weiß, pink und grün, (3) Bastelkleber, (4) Schaschlikspieß, (5) grüne Bastelfarbe, (6) Malpinsel.
- Blatt- und Blütenform auf festem Karton zeichnen.
- Die Kinder können nun viele, etwa 2-3 cm grosse Papierstücke vom Seidenpapier ausreißen und zu Kügelchen formen.
- Die Motiv-Vorlagen (Blüte und Blatt) reichlich mit Klebstoff bestreichen.
- Dann die Papierkügelchen über die ganze Fläche der Blüten- und Blattvorlage aufkleben.
- Den Spieß grün bemalen und nach dem Trocknen von hinten auf Blüte und Blatt kleben.
vgl. Bastelideen.info: Basteln mit Kindern. Papier Blume Pflanzenstecker. URL: http://www.bastelideen.info/html/papier_blume_b.html [Stand: 17.02.2016]
6.4 Ich halte mich gesund!
Im Laufe des Jahres kann es in der eigenen Familie oder bei Freunden, Verwandten oder Bekannten schnell zu Husten oder gar Bronchitis kommen. Dein Kind und du könnt der kranken Person eine gute Tat tun, indem ihr bei ihr ein einfaches „Hausmittel“ anwendet.
Wirsingwickel
Du brauchst: (1) ein Wirsingblatt (möglichst eins der Äußeren), (2) Nudelholz, (3) Frischhaltefolie, (4) kleines Handtuch, (5) Mullbinden.
- Lege das Wirsingblatt auf die Küchenarbeitsplatte und lass dein Kind das Wirsingblatt walzen. Es kann immer wieder gewendet werden, bis es so stark gewalzt ist, dass es beinahe zerfällt und wässrig ist (nach einer gewissen Zeit muss ein Erwachsener mit genügend Kraft weiterwalzen, alleine wird das Kind es nicht schaffen).
- Schneide nun das Blatt so zurecht, dass es auf den Brustkorb der kranken Person passen wird.
- Lege das Blatt vorsichtig auf ein Stück Frischhaltefolie (sie dient zum Schutz, dass der Saft des Blattes nicht ausläuft).
- Nun kommt das Wirsingblatt mit der Folie direkt auf die Brust des Kranken (erst Blatt, dann Folie).
- Bedecke die Folie mit einem Handtuch und wickele alles mit Mullbinden fest. Am besten eignen sich festere Mullbinden, die man in der Apotheke kaufen kann.
Der Wickel kann nun 3-4 Stunden oder auch die ganze Nacht auf der Brust bleiben. Nach 1-2 Stunden Ruhepause kann ein weiterer Wickel (je nach Bedarf) gemacht werden. Es kann möglich sein, dass sich auf der Brust kleine, rote Pickel bilden. Sie sind ungefährlich und verschwinden wieder nach ein bis zwei Tagen. Sie bestätigen die Wirkungskraft des Wirsings. Der Wirsingwickel hilft dabei, dass sich hartnäckiger Husten löst, locker wird und schließlich verschwindet.
VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN
Zuverlässigkeit I Treue I Pflichtbewusstsein
Zusammengestellt von Victoria und Bernd Müller
Wir wünschen uns Menschen in unserem Umfeld, auf die man sich verlassen kann. Sie helfen mit, dass man etwas erreichen kann und geben uns Sicherheit. Ihnen zu vertrauen fällt uns leichter; in ihrer Gegenwart fühlen wir uns wohl. Unsere Kinder müssen diese Werte erst lernen, da sie zunächst wenig Selbstständigkeit besitzen und von den Eltern abhängig sind. Doch je älter sie werden, desto mehr handeln sie frei und selbstbestimmt. In dieser Zeit können sie in ihrer kleinen Welt lernen, zuverlässig und treu zu handeln. Ihre Aufgaben wachsen von Jahr zu Jahr. Dieser Newsletter möchte Eltern unterstützen, ihre Kinder auf diese großen Aufgaben vorzubereiten, indem sie ihnen heute helfen, in kleinen Dingen gewissenhaft und pflichtbewusst handeln zu können.
1. Sinn und Religion
1.1. Gottes Im.Puls für Groß
„Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft…“ – Prediger 9,10a
Unsere Aufgaben sollen nicht irgendwie erledigt werden, sondern Gott möchte, dass wir unser Bestes geben und zuverlässig arbeiten. Gerade in der Erziehung sollen wir nach dem höchsten Ideal streben und uns nicht mit wenig zufrieden geben.
„Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!“ – Matthäus 25,21
Gott möchte uns mehr Verantwortung geben, wenn wir uns in kleinen Dingen als treu erweisen. Gott hat viel mit uns vor und möchte uns zu gewissenhaften und vertrauenswürdigen Mitarbeitern in seinem Werk erziehen.
„…und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist.“ – Philipper 2,4
Wir tragen auch eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen. Unsere größte Verantwortung als Eltern ist die für unsere Kinder.
Noch ein praktischer Tipp zum Thema Verantwortungsbewusstsein
„Das Wirken Gottes bleibt vergeblich, solange der Mensch seine Mitarbeit verweigert. Gott wird gewaltig wirken, wenn Eltern in vertrauensvoller Abhängigkeit von ihm ihre heilige Verantwortung tragen, wenn sie alles daransetzen, um ihre Kinder richtig zu erziehen. Er steht den Eltern bei, die ihre Kinder gewissenhaft und unter Gebet leiten. Gott schenkt dazu das Wollen und Vollbringen. Menschliches Bemühen allein schafft unseren Kindern keinen vollkommenen Charakter, aber mit Gottes Hilfe kann dieses große, heilige Werk gelingen.“
– Ellen White (1999): Glück fängt zu Hause an. Lüneburg: Advent-Verlag. S. 65
Gott möchte nicht, dass wir alleine vor uns hinarbeiten. Er möchte mit uns zusammenarbeiten und seinen Segen auf unsere Bemühungen legen. Wir dürfen mit ihm an unseren Kindern wirken.
1.2. Gottes Im.Puls für Klein
Die Magd beim Hauptmann Naemann
• Die kleine Magd wurde nicht freiwillig nach Damaskus gebracht. Sie war weit weg von zu Hause, bei fremden Leuten, bei denen sie sehr viel arbeiten musste. Trotzdem erledigte sie ihre Aufgaben sehr gut.
• Manchmal fällt es uns besonders schwer, gut zu arbeiten, weil die Umstände erschwert sind. Vielleicht kann die Mama gerade nicht helfen (ist mit einem Geschwisterkind beschäftigt,
schält Kartoffeln,…) und trotzdem wollen wir die Aufgaben sehr gut erledigen und unser Bestes geben. Eltern sollten unbedingt ans Loben denken!
• Die kleine Magd musste sicher Fenster putzen, die Wäsche waschen und aufhängen, kehren und den Tisch decken.
Suche dir eine Tätigkeit aus deinem Haushalt aus und führe sie gemeinsam mit deinem Kind durch. Besprecht vorher, was getan werden muss und wie das Ergebnis dann ausschauen soll. Wenn Müdigkeit oder Lustlosigkeit bei deinem Kind auftritt, motiviere es, seine Aufgabe fertig zu machen und erinnere an die Magd, die das auch getan hat. Vorsicht: Die Aufgabe muss kindgerecht sein, nicht zu schwer oder zu viel, aber herausfordernd.
• In der neuen Heimat wurde sie nicht mehr erinnert, Gott im Himmel anzubeten. Ihre neue Familie betete zu Götzen. Die kleine Magd erinnerte sich an ihren Vater im Himmel und wollte ihm treu bleiben. Damit wurde sie auch ein Vorbild für ihre neue Familie.
Betet gemeinsam in Situationen, die anders als die gewohnte Umgebung sind, z.B. im Restaurant vor dem Essen für das Essen danken; am Spielplatz, wenn sich jemand verletzt hat, für den Verletzten beten.
Nehemia
• Nehemia hatte eine gute Position im persischen Reich. Aber er spürte eine starke Verantwortung seiner Heimat und seinem Volk gegenüber.
Baue mit deinem Kind eine Mauer oder ein Haus und gib ihm dazu klare Anweisungen. Lass es merken, dass Anleitungen wichtig sind, um ein bestimmtes Ergebnis zu bekommen. Tauscht auch Rollen, damit das Kind sehen kann, welche Verantwortung der trägt, der Anweisungen gibt.
• Nehemia fühlte sich dafür verantwortlich sein Volk zu ermutigen die Stadtmauer wieder aufzubauen. Er gab trotz Schwierigkeiten nicht auf, bis die Stadtmauer fertig war.
Ermutige dein Kind die Verantwortung für eine Sache weiter zu tragen, die es übernommen
hat, unabhängig von den Umständen. Zum Beispiel für ein Haustier zu sorgen, den Müll hinauszutragen (auch bei Regenwetter ;-)),…
Noah
• Noah bekam von Gott einen genauen Bauplan der Arche. Pflichtbewusst baute er nach dieser Anleitung das rettende Schiff. Was wäre passiert, wenn Noah nach eigenen Vorstellungen gebaut hätte?
Baue mit deinem Kind ein Schiff oder ein Haus und gib ihm dazu klare Anweisungen. Lass es merken, dass Anleitungen wichtig sind, um ein bestimmtes Ergebnis zu bekommen. Tauscht auch Rollen, damit das Kind sehen kann, welche Verantwortung der trägt, der Anweisungen gibt.
• Noah predigte fast 100 Jahre von der Sintflut. Er fühlte sich verantwortlich, seinen Verwandten, Freunden, Nachbarn, ja allen Menschen Gottes Botschaft zu sagen. Er hörte nicht auf, bis die Arche fertig war.
Erzählt jemanden aus der Familie die Noah-Geschichte.
Gefühl und Mitgefühl
2.1. Entwicklung des Kindes
In der Literatur wird Verantwortung als Fähigkeit definiert, aufgrund von kognitivem Vermögen und Urteilskraft Rede und Antwort stehen zu können sowie bewusst das Anliegen der Verantwortung zu übernehmen. (Vgl. Janina Sombetzki (2014): Verantwortung als Begriff, Fähigkeit, Aufgabe. Springer: Wiesbaden, S. 143.) Damit wird auch schon deutlich, dass Verantwortungsfähigkeit nur von einer autonomen Person ausgeübt werden kann. Deshalb begleitet der Erzieher das Kind auf diesem Weg:
„Die moralische Verantwortung begleitet die Handlungszuschreibung von den ersten Lebensjahren an. Schon sehr kleine Kinder können Antworten auf die Frage geben, warum sie dies oder das gemacht haben. Sie lernen das Spiel des Begründens, sie lernen verantwortlich sein, im Zuge der wachsenden Kontrolle, sprich: Des [sic!] zunehmenden Handlungscharakters ihres Verhaltens. So wächst die Fähigkeit, ein eigenständiges Leben zu führen, […] und damit die Verantwortlichkeit, bis sie sich zur vollen auch gegenüber der Rechtsgemeinschaft wirksamen Form entwickelt.“
Julian Nida-Rümelin (2007): Politische Verantwortung. In: Ludger Heidbrink, Alfred Hirsch (Hrsg.): Staat ohne Verantwortung? Zum Wandel der Aufgaben von Staat und Politik. Frankfurt am Main: Campus, S. 63.
In diesem Kontext muss immer klar sein, dass ein Kind besonders dann Verantwortung lernt, wenn es verantwortlich hätte handeln können.
„Indem wir eine bestimmte Gesinnung gegenüber dem Kind annehmen (und eine adäquate Ausdrucksweise) – indem wir uns verhalten, als wäre das Kind eine vollverantwortliche ethische Person – beginnen wir dem Kind beizubringen, was es bedeutet, so eine Person zu sein.“ John Martin Fischer, Mark Ravizza (1998): Responsibility and Control. A Theory of Moral Responsibility. Cambridge: Cambridge University Press, S. 208.
Die Komplexität einer Situation darf das Kind nicht überfordern. Die Entscheidung, nicht in die Schule zu gehen, übersteigt die Fähigkeit eines Kindes, die Konsequenzen dieses Verhaltens abzuschätzen. Je klarer eine Situation umrissen ist und je deutlicher die Konsequenzen sichtbar bzw. eingeschränkt sind, umso einfacher wird es für das Kind Verantwortung zu tragen bzw. zu erlernen.
Weiterführend sei noch auf folgende Literatur verwiesen:
• S. Eshleman (2001): Being Is Not Believing: Fischer and Ravizza on Taking Responsibility. Australasian Journal of Philosophy 79, no. 4, S. 479-90.
• D. Coates, Justin Swenson (2013): Reasons-responsiveness and Degrees of Responsibility. Philosophical Studies 165, no. 2, S. 629-45.
2.2 Förderung des Kindes
1. Verantwortungsbewusstsein fördern
Übertrage deinem Kind echte Verantwortung
Gott arbeitet mit jedem Menschen seinen Fähigkeiten entsprechend. Er lädt keinem zu viel auf, aber er möchte, dass sich jeder weiterentwickelt und dazu lernt. Wenn wir unseren Kindern ihren Fähigkeiten entsprechend Verantwortung übertragen, können sie auch in einem geschützten Rahmen lernen. Kleine Aufgaben, wie morgens das eigene Bett machen, den eigenen Teller nach der Mahlzeit in die Küche bringen, Händewaschen nach dem Spielen draußen oder im Garten ein eigenes Beet pflegen, geben Kindern die Möglichkeit, Verantwortungsgefühl zu etablieren. Sie merken, was passiert, wenn sie dieser Aufgabe nachkommen (etwas wurde erledigt, ich bin fertig) und auch, dass die Arbeit liegen bleibt, wenn sie ihr nicht nachkommen.
Lobe verantwortliches Handeln
Kinder reagieren unglaublich dankbar auf Lob. Manche zeigen dies auch, indem sie z. B. auf die Eltern zulaufen oder Freudenschreie verlauten lassen. Manche zeigen ihre Freude vielleicht nicht so ausdrucksstark, empfinden aber auch Geliebtsein und Anerkennung, wenn sie gelobt werden. Verantwortliches Handeln soll unbedingt bemerkt und gelobt werden.
„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“
Für Kinder ist das Warten bzw. die Priorisierung der Aufgaben oft schwer. Hilf deinem Kind dabei, indem du z. B. sagst: „Du räumst noch die Spielsachen in deinem Kinderzimmer auf, während ich den Geschirrspüler einräume. Danach gehen wir beide hinaus und spielen Fußball.“ Genießt dann die gemeinsame Zeit!
Donna J. Habenicht (2004): Wie man Kindern Werte vermittelt. Lüneburg: Advent-Verlag, S. 191-193.
2. Umgang mit verantwortungslosem Handeln
Natürliche Konsequenzen spüren lassen
Oft entstehen natürliche Konsequenzen, wenn verantwortungslos gehandelt wird. Es wäre gut, wenn das dein Kind selbst auch sieht und eventuell auch spürt. Wenn du beispielsweise sagst: „Wir müssen uns jetzt beeilen, damit wir den Einkauf für das Wochenende noch schaffen. Danach können wir noch auf den Spielplatz gehen“, und dein Kind lässt sich viel Zeit beim Anziehen, beim Schuhe binden, folgt nicht, wenn du es rufst, dann erkläre, dass die Zeit für den Spielplatz nun nicht mehr ausreicht.
Hilfreich ist es, wenn man beim ersten Mal in solch einer Situation bzw. bei jüngeren Kindern die Konsequenzen schon früher aufzeigt, daran erinnert, Hilfe anbietet.
Verlust von Privilegien
Verantwortung bringt meist auch Privilegien. Wenn ein Kind die Privilegien genießt, muss es auch wissen, dass dazu Verantwortung gehört und dass das eine ohne das andere nicht geht. Zum Beispiel, ein eigenes Haustier besitzen ist ein Privileg, allerdings muss man auch verantwortungsbewusst damit umgehen (regelmäßig füttern, usw).
Für Verhalten einstehen
Jeder macht einmal einen Fehler und auch in diesem Bereich werden Fehler gemacht. Wichtig ist, dass Kinder lernen, den Fehler zuzugeben, die Wahrheit zu sagen, sich zu entschuldigen und für die Wiedergutmachung zu sorgen. Dabei ist es hilfreich, wenn nicht einfach geschimpft wird, sondern Fragen gestellt werden, damit das Kind selbst reflektieren und Dinge erkennen kann. Hilf deinem Kind beim Entschuldigen bzw. dabei Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Es kann sein, dass Kinder nicht absichtlich verantwortungslos gehandelt haben. Deshalb ist es wichtig, dass sie die Korrektur bekommen, aber auch Anleitungen, wie verantwortungsbewusstes Verhalten aussieht. Diese Schritte sollten sie nicht alleine gehen müssen. Wenn sie zum Beispiel vergessen haben, ihr Haustier zu füttern, kann man einen Plan zum täglichen Abhaken aufhängen,
wenn sie das Tier versorgt haben.
2.3. Vor-Bild des Kindes
• angefangene Sachen zu Ende bringen, z. B. Wäsche zusammenlegen, Küche aufräumen
• Arbeit erledigen, dann Freizeit genießen, Pause machen!
• stolz auf Erledigtes sein
• Gesagtes bzw. Versprochenes einhalten, Verbindlichkeiten beachten
• den Partner bzw. jemand anderen für verantwortungsvolles/pflichtbewusstes Handeln loben
• wiederkehrende Tätigkeiten mit Freude erfüllen, Kinder spüren die Gesinnung
• dankbar für Arbeit sein, z. B. im Gebet
• regelmäßige Mitarbeit, z. B. in der Ortsgemeinde
3. Denken
3.1. Die Welt erkunden
Wetterplan dokumentieren
Passend zur Noah-Geschichte könnte ein Wochenplan erstellt und jeden Tag oder sogar Halbtag das Wetter dazu eingetragen werden, z. B. mit Hilfe von Symbolen wie einer Sonne für sonnig, einer Regenwolke für Regen und einer Wolke für bewölkt. Die Kinder lernen das regelmäßige Beobachten und müssen, um ihren Plan füllen zu können, jeden Tag oder Halbtag an diese Aufgabe denken.
Supermarkt für Vögel
Du brauchst: (1) Gräser, (2) Hölzchen, (3) Moos, (4) Haare aus einer Frauenbürste (☺), (5) Bindfäden
Tretet dem „Verein für glückliche Vogelmütter“ bei und übernehmt Verantwortung für das Baumaterial für Vogelnester. Bindet Bündel mit den verschiedenen Materialien (ein Bündel aus Gräsern, eines aus Hölzchen usw.). Hängt diese Bündel gut sichtbar im Garten auf und beobachtet, wie sich die Vögel das „Baumaterial“ für ihre Nester abholen.
Mach dich unbeliebt
Wer ernten will, muss zuvor zuverlässig handeln und versorgen! Das gilt nicht nur im Garten,
kann aber dort für das Leben gelernt werden. Probiert einmal aus, was passiert, wenn eine Pflanze
nicht das bekommt, was sie braucht.
Setzt Tomatenkerne 0,5 cm tief in drei Töpfe mit Komposterde. Gießt die Erde, aber nicht zu viel! Nummeriert die Töpfe, damit ihr sie dann unterscheiden könnt. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, beginnt euer Experiment. Stellt Pflanze 1 ins Licht, aber gießt sie nicht. Deckt Pflanze 2 mit einem Eimer zu, aber gießt sie. Stellt Pflanze 3 ins Licht und gießt sie regelmäßig.
Was passiert mit den Pflanzen?
Auf Naturgesetze kann man sich verlassen
Gott hat Gesetze in die Natur gelegt, die uns das Leben ermöglichen und Sicherheit geben. Nachdem man mit dem Kind Experimente gemacht hat, um die Gesetze der Natur zu erforschen, kann man auch darüber reden, wie viel Sicherheit es einem gibt, wenn man von Menschen umgeben ist, auf die man sich verlassen kann, die vertrauenswürdig sind.
Warum trocknet Wärme einen nassen Gegenstand?
Du brauchst: (1) zwei gleiche Gläser, (2) einen kleinen Teller, (3) einen Filzstift, (4) Wasser.
Füllt die Gläser gleich voll mit Wasser und markiert den Wasserstand mit einem Stift. Deckt eines der Gläser mit dem Teller zu. Stellt die Gläser auf die Heizung oder in die Sonne. Was passiert?
Am nächsten Tag ist der Wasserstand des unbedeckten Glases niedriger; der des zugedeckten Glases ist fast gleich geblieben. Auf Grund der Wärme ist das Wasser im unbedeckten Glas verdunstet, das heißt, es hat sich in winzige, unsichtbare Wasserdampftröpfchen verwandelt, die sich mit der Luft „vermischt“ haben und „weggeflogen“ sind. Deshalb trocknet man auch nasse Wäsche in der Sonne.
3.2. Mathe be-greifen
Klassifizieren nach Merkmalen
Du brauchst: viele Stofftiere, Playmobiltiere oder Fotos von Tieren.
Dann baut ihr ein Schiff (oder passend zu Nehemia einen Stall/ein Haus) aus Decken in Lebensgröße (oder aus Playmobil) und bringt die Tiere nach bestimmten Merkmalen in die Arche (oder in ihre Unterkünfte). Du sagst beispielweise: „Alle Tiere, die auf vier Beinen gehen/ weiß sind/springen/ fliegen/ lange Ohren haben, dürfen jetzt in die Arche“ (oder in ihre neuen Unterkünfte in Jerusalem).
Vgl. Virginia Johnson (2008): Mathe kann man anfassen! 225 Ideen und Materialien für den handlungsorientieren Anfangsunterricht. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr. S. 14.
Invarianz von Mengen
Unter Invarianz einer Menge versteht man deren Eigenschaft, ihre Anzahl an Elementen unverändert zu lassen, wenn sich die Form oder die räumliche Anordnung ändert.
Ein Beispiel: Sechs Äpfel bleiben sechs Äpfel, egal ob sie sich auf der Verkaufstheke oder bereits im Einkaufskorb befinden. Die Menge sechs kann man außerdem durch unterschiedliche Gegenstände darstellen – sie verändert sich nicht, egal ob es sechs Bausteine oder sechs Spielfiguren sind. Die Zahlen zeigen somit auch eine Zuverlässigkeit. Sie verändern sich nicht und man kann sich sicher sein, dass zur Zahl 3 immer drei Gegenstände zugeordnet werden und niemals vier. So ist es auch mit Gott – was er sagt, dass ist wahrhaftig. Auf ihn ist Verlass!
Um diese Gesetzmäßigkeiten zu üben, kannst du folgendes mit deinem Kind machen:
Lege dem Kind vier Nüsse hin und bitte es, noch einmal die gleiche Anzahl Nüsse
dazu zu legen (also noch einmal vier Nüsse).Lege zwei gleiche Mengen unterschiedlicher Gegenstände (z. B. sieben Bausteine und sieben Spielfiguren) nebeneinander und lass dein Kind zunächst raten, welche dieser Gegenstände genau sieben sind. Nun lässt du das Kind diese Behauptung überprüfen, indem es immer zwei unterschiedliche Gegenstände gegenüberlegt (ein Baustein und daneben eine Spielfigur). Am Ende erkennt dein Kind, dass beide Mengen sieben sind! Man kann also die Menge 7 mit unterschiedlichen Gegenständen zeigen.
Lass dein Kind noch weitere 7er-Haufen machen.
Geld
Mit Geld sollte man verantwortungsvoll umgehen lernen. Schon im Vorschulalter kann man sich mit Geld vertraut machen. Nachdem dein Kind schon im letzten Newsletter mit Geld Erfahrungen hatte, kann es diese nun vertiefen und ausbauen.
Rollenspiel
Baut zu Hause einen Einkaufsladen auf, mit dem dein Kind üben kann mit Geld umzugehen. Ab und zu kann man den Warentyp wechseln. So kann man z. B. ein Bekleidungsgeschäft aufmachen, einen Lebensmittelladen, eine Buchhandlung, ein Sportgeschäft oder einen Spielzeugladen. Verseht die Waren mit runden Preisen und spielt Einkaufen. Beim Rollenspiel ist mal der eine, mal der andere Kassierer oder Kunde. Bastelt euer eigenes Spielgeld. Versuche immer wieder Gespräche einzuflechten wie z. B.: „Du hast nur noch 5,- € und sollst deine Familie zu Hause mit Essen versorgen. Was kaufst du ein? Brot und Obst oder Kekse und Saft?“ Oder: „Du hast 10,- €. Kaufst du dir damit das Pferde-T-Shirt, das dir so gut gefällt, obwohl du schon viele T-Shirts zu Hause hast oder kaufst du dir die Handschuhe,
weil du keine mehr hast, die dir passen?“
Geld nach Merkmalen sortieren
Gib deinem Kind viele Münzen und lass es diese sortieren (alle 5 ct auf einen Haufen, alle 10 ct zusammen usw.).
4. Sprache
4.1 Buchstaben
Schreibweise von Buchstaben und Ziffern
Dein Kind schreibt sich selbst oder du schreibst ihm möglichst groß (10-20cm) unterschiedliche Buchstaben und Ziffern auf ein Blatt Papier. Dein Kind darf diese dann mit verschiedenen Farben (Bunt- oder Wachsmalstiften) nachfahren, bis sie nach einem Regenbogen ausschauen. Für einige Kinder bedeutet das, Ausdauer zu lernen – ein Schritt, der hilft, gewissenhaft zu arbeiten.
Weitere Variante:
Lass dein Kind mit Bausteinen Ziffern oder Buchstaben bauen! Eine Anleitung dazu es zum Beispiel auf der Lego-Webseite.
Vgl. Virginia Johnson (2008): Mathe kann man anfassen! 225 Ideen und Materialien für den handlungsorientieren Anfangsunterricht. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr. S. 37.
4.2. Sprachspiele
Ich bau´ mit meiner Hand eine gerade Wand.
(Hand senkrecht hoch halten)
Dann bau´ ich noch `ne Wand mit der and´ren Hand.
(zweite Hand mit etwas Abstand hoch halten, Innenflächen einander zugewandt)
Streck´ die Daumen zur Mitte hin, schon ist die Türe drin.
(die Daumen gegeneinander drücken)
Da kommt mir in den Sinn – da fällt ja Regen `rin!
(bestürzter Gesichtsausdruck)
Es fehlt noch das Dach – wie ich das wohl mach´?
(Schultern hochziehen)
Ich hab` ja keine Hände mehr, jetzt müssen die des Nachbarn her!
(Nachbarn anschauen, der seine Hände nun flach gestreckt über das Haus legt)
Fertig ist unser Haus und die Geschichte ist aus!
4.3 Kinderbücher
Tierisch gute Zeiten mit Gott: 5-Minuten-Andachten für Kinder, Pamela und Douglas Kennedy
Das Buch beinhaltet jeweils auf zwei Seiten eine kurze Beschreibung eines Tieres mit der Verbindung zu einer menschlichen Eigenschaft oder einem moralischen Wert. Besonders geeignet zum Thema Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind die Geschichten: Spielen und arbeiten: Hunde (S. 8f), Fleißige Biber (S. 46f), Treue Boten: Tauben (S. 80f) sowie Unscheinbare Helden: Regenwürmer (S. 90f).
5. Sinne
5.1 Musizieren
Wie Töne verklingen
Du spielst ein Instrument und das Kind hält so lange seine Hände an die Ohren, so lange es den Klang wahrnehmen kann. Wenn es nichts mehr hört, nimmt es die Hände wieder herunter. Du kannst dafür eine Triangel, eine Trommel, eine Rassel, das Klavier, die Gitarre,… nehmen. Rollentausch natürlich erlaubt.
Du kannst auch dazu erklären, dass der Klang zuverlässig ist. Man kann immer wieder das Instrument bedienen und der gleiche Klang wird entstehen. Schön ist es, wenn andere Menschen uns auch als so zuverlässig empfinden.
Vgl. Brigitte Wilmes-Mielenhausen (2014): fühlen hören sehen in der Krippe. Wahrnehmungsförderung für Kinder von 0-3 Jahren. Freiburg im Breisgau: Herder, S. 42.
Geräuschkulisse
Du brauchst: (1) Töpfe, (2) Pfannen, (3) Spielwerkzeug sowie (4) Holz.
Dann versucht, die Geräusche nachzumachen, die beim Bau der Stadtmauer zu hören waren. Vielleicht habt ihr auch eine Baustelle in der Nähe und könnt zuschauen und zuhören.
Kinder- und Jugendabteilung der Österreichischen Union (2009): Unterwegs mit Jesus. Das Lektionsheft für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Spillern: Top Life Center, S. 27.
6. Körper
6.1 Ich bin aktiv!
Balancierstraße
Lass dein Kind über verschiedene Gegenstände balancieren, um das Gleichgewicht zu schulen, aber auch zu lernen, Dinge immer wieder zu probieren. Dinge, die sich gut eignen: Luftmatratze, Bretter, Turnbank, Gehsteigkante,…
Vgl. Brigitte Wilmes-Mielenhausen (2014): fühlen hören sehen in der Krippe. Wahrnehmungsförderung für Kinder von 0-3 Jahren: Freiburg im Breisgau, Herder, S. 77.
Lernen am Vorbild – meine Eltern sind vertrauenswürdig
Fordere dein Kind auf die Hände zu verschränken und sich rückwärts steif von einem Tisch z. B. in deine Hände fallen zu lassen. Die Arme der Eltern sind da, um das Kind aufzufangen!
6.2 Ich kann das!
Neue Verantwortungsbereiche übernehmen
Du kannst mit deinem Kind einen Wochenplan erstellen, aufgeteilt in Vor- und Nachmittag, sieben Tage. Dort trägst du am Vormittag beispielweise „Bett machen“ und am Nachmittag „Hände waschen vor dem Abendessen“ ein. Für jeden Tag und jede Aufgabe gibt es einen Platz für einen Sticker. Ihr besprecht gemeinsam, wie die Aufgabe erledigt werden soll. Die ersten Tage erinnere dein Kind an die neue Aufgabe, ab dem dritten bis vierten Tag lass dein Kind selbst daran denken. Wenn die Aufgabe erfüllt wurde, klebe selbst oder lass dein Kind einen Sticker aufkleben. Den Wochenplan hängt gut sichtbar auf, sodass das Kind an die neuen Aufgaben erinnert wird. Trotz Sticker lobe dein Kind! Je nach Gelingen kann man das noch eine Woche wiederholen. Irgendwann sollte es dann eine Gewohnheit ohne Belohnung werden. ☺
6.3 Ich bin kreativ
Bügelperlen
Bügelperlen können bei Amazon oder auch sonst in vielen Geschäften (Ikea,…) besorgt werden. Diese eignen sich auch toll als Geschenke. Vielleicht wollt ihr jemandem aus der Familie ein Geschenk machen und dein Kind gestaltet ein Bügelbild. Motiviere dein Kind, das Bild fertig zu machen. Wenn du merkst, dass es zu lange dauert, hilf ihm rechtzeitig, solange es noch Spaß macht.
Fensterfarben malen
Ihr könnt die Jordanlandschaft aus der Geschichte mit der kleinen Magd auf einem Fenster nachmalen (Fluss, Wüste, Bäume, Mann im Wasser, Männer am Ufer). Dabei werden meistens nicht nur die Fenster bemalt. Erkläre deinem Kind, dass nachher das Bild noch länger bleiben kann, aber die anderen unbeabsichtigt bemalten Stellen geputzt werden müssen. Gib deinem Kind ein nasses Tuch und lass es selbst Ordnung machen. Danach lobe es für das gelungene Bild und dafür, dass alles wieder sauber ist.
6.4 Ich bin gesund!
Ich achte verantwortungsvoll auf meinen Körper
Gott möchte, dass wir unseren Körper gesund halten! Wer darauf als Kind achten lernt, dem wird dies als Erwachsener leichter fallen. Zwei Liter am Tag!
Stellt euch am Morgen in die Küche einen Krug mit zwei Litern Wasser. Bis am Nachmittag (damit die Nacht trocken bleibt) soll dein Kind das Wasser trinken. Sprecht darüber wie wichtig das Wasser für unseren Körper ist (wir können besser denken, unsere Nieren brauchen das Wasser,…). Erinnere in den ersten Tagen dein Kind während des Tages immer wieder an das Trinken, bis es immer öfter von selbst an das Wasser denkt.
Buchtipp:
In diesen Büchern lernen die Kinder, warum es wichtig ist, bewusst zu essen, welche Dinge man besser vermeiden sollte, warum man jeden Tag die Zähne putzen sollte und vieles mehr!
Kindergesundheitswoche „Komm mit – bleib fit!“
Vorbeugung ist besser als Heilen! Veranstaltet zu Hause eine Kindergesundheitswoche, in der die Kinder lernen, wie sie ihren Körper so fit halten können (durch Bewegung, gesunde Ernährung, frische Luft,…), dass er erst gar nicht krank wird. Unterlagen für solch eine Woche bekommt man beim DVG (www.dvg-online.de). Dort kann das Material per E-Mail bestellt werden.
SELBSTBEHERRSCHUNG
Mäßigkeit ⎜Selbstdisziplin ⎜Selbstkontrolle
Zusammengestellt von Marcus und Carmen Witzig
Seit der App-Revolution bietet unsere Gesellschaft ein Übermaß an Kontrollmöglichkeiten. Moderne Apps weisen uns darauf hin, wieviel wir essen sollen, wann wir trinken sollen, wieviel wir uns bewegt haben und wieviele Seiten wir noch zu lesen haben. Ist es beim heutigen Kontroll-Trend noch notwendig bei Kindern Selbstbeherrschung zu fördern?
Wenn man erkennt, wie wertvoll diese Eigenschaft ist, dann lohnt es sich auf jeden Fall unsere Kinder damit auszurüsten. Selbstbeherrschung bedeutet das Gute zu erkennen, zu wollen und zu tun. Man handelt aus Prinzip und hat die Kontrolle über sich, anstatt kontrolliert zu werden. Kein Wunder, dass ein Zusammenhang zwischen einem erfolgreichen Leben und Selbstbeherrschung besteht.
„Im jungen Alter wird Selbstbeherrschung durch die Fähigkeit Erwachsenen zu vertrauen, Regeln zu verinnerlichen, Belohnungen abzuwarten, ärgerliche Impulse zu kontrollieren, (…) trotz Frustration geduldig zu sein, mit anderen fühlen zu können, abzugeben und Wege zu finden fröhlich zu sein, wenn man doch eigentlich traurig ist, ausgedrückt.“
Gliebe, S.K.: „The Development of Self-Control in Young Children“ , Lutheran Educational Journal (14.07.2011)
Doch Selbstbeherrschung sollten wir unseren Kindern nicht gedankenlos oder nebenbei zu vermitteln suchen. Denn die Art, wie wir das Thema angehen, beeinflusst das Leben unserer Kinder maßgeblich. In diesem Newsletter versuchen wir uns diesem Thema in einer lebensbejahenden Weise zu nähern. Wir konzentrieren uns folglich mehr auf die „Dos“ als auf die „Don’ts“.
1. Sinn und Religion
1.1. Gottes Im.Puls für Groß
Bestimmt hast du schon einmal von dem Experiment gehört. Viele Vierjährige, jeder einen Marshmallow vor den Augen, 15 Minuten Wartezeit. Ein weiterer Marshmallow wurde versprochen, wenn das Kind bis zum Eintreffen des Assistenten mit dem Aufessen warten würde. Die Langzeitergebnisse waren verblüffend. Nach 10-15 Jahren kristallisierte sich ein Ergebnis heraus: Selbstbeherrschung spiegelte sich in Form von späterem Erfolg im Leben wider. Viele weitere Studien haben dies unterstrichen (Tirol, Harvard, Neuseeland, etc.).
Bereits tausende Jahre davor hat Salomo den Ausgang dieses Experiments folgendermaßen zusammengefasst:
„Wer sich nicht beherrschen kann, ist so schutzlos wie eine Stadt ohne Mauer.“ – Spr 25,28 Hfa Doch Selbstbeherrschung ist ein sensibles Thema, das nicht einfach nebenbei angegangen werden kann. „Selbstbeherrschung ist gut, aber in der Übertreibung gefährlich.“ Sogar Walter Mischel, der Leiter der Marshmallow-Studie, warnt: „Ein Zuviel bedeutet, sein Leben nicht zu leben.“ „Beherrsch dich!“, Die Zeit, Ausg. 46, 6.11.2014, 23f Deshalb rät Salomo: „Mehr als alles andere, bewahre dein Herz.“ (Spr 24,15) Selbstbeherrschung ist ein Geschenk des Himmels (Gal 5,22). Weder Bedürfnisse erfüllen (das Herz frei lassen) noch Bedürfnisse kontrollieren (das Herz quetschen) sollte der unmittelbare Fokus unserer Erziehung und unseres Lebens sein. Die Bibel sagt: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ – Matt 6,33 Allein mit Gott hat man auch dann keinen Mangel, wenn Bedürfnisse nicht sofort erfüllt werden. Jesus wusste das. Deshalb entgegnete er dem Versucher: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ – Matt 4,4 Uns verspricht er: „Meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.“ (Joh 14,27) Kinder erziehen bedeutet, sie an diese beste Quelle anzuschließen, denn wenn sie ihren Frieden in Gott finden und nicht stets auf der Suche nach Erfüllung ihrer Bedürfnisse sind, werden sie im Leben alles erreicht haben, was das Leben ausmacht. Adam und Eva Hintergrund: Gott ist ein großzügiger Gott. Er umgibt uns mit mehr Dingen, die wir dürfen und die unser Leben bereichern als mit Dinge, die wir nicht dürfen. Wichtig: Wer sieht, was er hat, muss sich nicht immer selbst beherrschen, da nun das im Vordergrund steht, was man hat. Erzähle deinem Kind die Geschichte von Adam und Eva (sie ist in vielen Kinderbibeln zu finden, kann aber auch direkt aus der Bibel gelesen werden). Sie waren umgeben von allerlei Bäumen und Pflanzen, von denen sie beliebig essen durften. Nur von einem Baum durften sie nicht essen. Lies 1.Mo 2,16 vor. Nimm dafür ein großes Blatt Papier (wenn vorhanden, ist ein Filzset auch sehr gut einsetzbar) und stelle deinem Kind die folgenden Fragen: Hier könnt ihr ein schönes Bild zusammen malen oder ein Filzbild gestalten: viele Bäume, Früchte, Pflanzen usw. Alternativ kann viel verschiedenes Gemüse und Obst auf den Tisch gelegt werden, so dass das Kind über die Menge staunen kann. Gott lädt Adam und Eva in 1.Mo 2,16 ein so viel zu essen, wie sie wollen (hebr. „essen essen“). Esst gemeinsam so viel (wirklich oder im Schauspiel), bis alle satt sind. Lies 1.Mo 2,17 vor. Es gab einen Baum, von dem Adam und Eva nicht essen durften, ohne harte Konsequenzen zu erleben. Bringe ein Bild einer Fantasiefrucht, die dein Kind nicht kennt, aber die sehr interessant aussieht. Stelle/Male die Frucht/den Baum in die/der Mitte des Garten Edens. Lies 1.Mo 3,1 — die Schlange sagt, dass sie nichts essen dürfen. Zeige deinem Kind nochmal den Unterschied zwischen der Menge der Vielfalt an Früchten, die sie essen durften, und der einen Frucht, die sie nicht essen durften. Zeige deinem Kind nochmal den Unterschied zwischen der Menge, die Adam und Eva essen durften, und der einen Frucht, die sie nicht essen durften. Gott kümmerte sich um ihre Bedürfnisse und gab ihnen alles, was sie brauchten, um glücklich zu sein. Die verbotene Frucht schmeckte bestimmt auch lecker, aber sie brauchten sie nicht, um glücklicher zu sein. Sie mussten Gott vertrauen, dass die Frucht nicht gut für sie ist und dass sie genug haben. Wir können zufrieden sein. Mehr haben und mehr dürfen heißt nicht zufriedener und glücklicher zu sein. Die Versuchung Jesu Hintergrund: So wie Adam und Eva war Jesus auch in der Situation sich zu entscheiden, ob er zufrieden und glücklich war mit dem, was Gott ihm gab, oder ob er mehr wollte (was ihm und uns dann einiges gekostet hätte – unsere Erlösung). Der große Unterschied zwischen den zwei Situationen besteht darin, dass Jesus in der Wüste war, umgeben von nichts. Er hatte nichts, was seine Grundbedürfnisse stillte, und doch hatte er keinen Mangel. Lies Lk 4,1-2 – Jesus wird in die Wüste geführt, um zu beten und ohne Ablenkung Zeit mit Gott zu verbringen. Sand wird in eine Wanne gefüllt. Hier könnt ihr zusammen eine Wüstenlandschaft gestalten (Kakteen, Schlangen, Steine, Dünen, trockene Holzstöcke usw). Ein Heizofen kann angeschaltet werden, um die Hitze darzustellen. Erwähne, dass die Grundelemente gefehlt haben: Essen, Trinken, Sicherheit. Kein Mensch ist in der Wüste. Jesus genießt es mit Gott ohne Ablenkung sprechen zu können. Gott und die Verbindung zu Ihm ist alles, was er braucht für die große Aufgabe, die vor ihm steht – für die Menschen zu leben und zu sterben. Es fällt Kindern schwer zuzuhören, wenn sie spielen, Geschichten hören oder Bücher anschauen. Am besten kann das Kind der Mutter zuhören, wenn es bei Mama ist und ihr in die Augen schaut ohne etwas in der Hand. Das gleiche tat Jesus. Der Bauch brummt. Man motzt und wird ungeduldig und hat Schwierigkeiten den Eltern zu gehorchen. Das ganze Spielzeug gibt man plötzlich gerne für etwas Essen. Lies Lk 4,3-4. Jesus hat die Welt aus nichts geschaffen. Er hätte auch aus Steinen Brot machen können. Stelle einen Schokokuss (oder etwas, wovon du weißt, dass dein Kind es liebt) auf den Tisch. Alternativ kann man die Geschichte erzählen, wenn das Kind hungrig ist. Dann genügt es, Brot auf den Tisch zu stellen. Doch ist bei letzterer Vorgehensweise nicht bei allen Kindern die Aufmerksamkeit vorhanden, der Geschichte zu folgen. Jesus war nicht gekommen, damit er sich jeden Luxus gönnt. Er hätte auch einen Stein in ein Haus verwandeln können. Jesus hatte sich aber entschieden Gott nachzufolgen und er wusste, dass, wenn er ihn in die Wüste führt (ohne Essen und Trinken), er für sein Wohlbefinden sorgt. Lies Mt 4,11. Auch Eltern sorgen sich darum, dass es dem Kind gut geht. Wenn Kinder den Eltern vertrauen, werden sie erhalten, was sie brauchen – zur richtigen Zeit. Mit älteren Kindern können die weiteren Versuchungen in ähnlicher Weise durchgegangen werden. Der präfrontale Kortex, der für Selbstbeherrschung wichtig ist, ist bei der Geburt am Anfang seiner Entwicklung. Der Entwicklungsprozess dieser Gehirnregion ist langsam und wird erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Mit drei Monaten ist es dem Baby möglich wegzuschauen, wenn es durch sozialen Kontakt überstimuliert wird. Bis zum Alter von drei Jahren ist das Kind hauptsächlich abhängig von der Leitung der Eltern, um Emotionen zu beherrschen. Zwischen drei und sechs Jahren reifen die für Selbstbeherrschung zuständigen Gehirnregionen weiter. Somit kann das positiv geleitete Kind Impulse besser kontrollieren, die Aufmerksamkeit flexibel ausrichten und auf eine Belohnung geduldig warten. Tarullo, A. (et.al.). „Self Control and the Developing Brain“. Aufgerufen am 2. August 2016 von: https://web.stanford.edu/group/sparklab/pdf/Tarullo,%20Obradovic,%20Gunnar%20(2009,%200-3)%20Self-Control%20and%20the%20Developing%20Brain.pdf Förderung des kontrollierten Verhaltens Die Grundlage für ein selbstbeherrschtes Kind ist wiederum die uneingeschränkte Liebe (Bindung) sowohl der Eltern zum Kind als auch zueinander. Somit muss das Kind keine Beziehungsängste durch falsches Verhalten kompensieren. Zeige deinem Kind in jeder Situation, dass diese Bindung nicht zerbricht. Besonders wichtig ist es diese Qualität der Bindung herzustellen, wenn dich dein Kind enttäuscht hat. Mit dem Selbstbeherrschungs-Budget deines Kindes umgehen lernen Selbstbeherrschung ist eine mentale Disziplin (Kahneman, D., (2011). Thinking: Slow and Fast, Penguin Books, S.41). Zu viel Selbstbeherrschung ermüdet den Geist und die Fähigkeit gute Entscheidungen zu treffen. Wir beobachten immer wieder an uns selbst, dass einer Periode des selbstbeherrschten Lebens einer Periode des Über-die-Stränge-Schlagens folgt. Deshalb: Das Positive entdecken Damit das Kind selbstbeherrscht leben kann, ist es wichtig zu wissen, was ohne schlechtes Gewissen zu genießen ist. Sei deshalb der Tour-Guide deines Kindes, der zum Ziel führt und erinnert. So fällt es ihm leichter nein zu sagen. Mischel, W. im Interview mit Jötten, F. „Selbstkontrolle kann man lernen“ Aufgerufen am 2. August 2016 auf http://www.spektrum.de/news/selbstkontrolle-kann-man-lernen/1370046) Umgang mit impulsivem (unkontrolliertem) Verhalten Bei impulsiven Kindern ist es wichtig die Zeichen zu erkennen, die zu einem Ausraster führen können (weinerlich, Bewegung mit steifem Körper, böse Blicke, etc.) und frühzeitig einzugreifen: Anerkenne die Gefühle deines Kindes, während es noch Selbstbeherrschung hat und rede freundlich, indem du seine Aufmerksamkeit vorsichtig umlenkst. Du kannst z.B. sagen: „Ich verstehe, dass dich das ärgerlich gemacht hat. Es ist unfair von Tom gewesen, das zu sagen. Aber es gibt einen besseren Weg damit umzugehen. Lass mich dir zeigen, wie es anders möglich wäre.“ Wenn dein Kind die Kurve kriegt, schenke ihm viel Liebe und Aufmerksamkeit. Ausrastern kann vorgebeugt werden, wenn zu Beginn Situationen gemieden werden, die sie begünstigen. Der Besuch etwas älterer/reiferer Freunde hilft dem impulsiven Kind in der anfänglichen Lernphase. Zwei impulsive Kinder sollten nicht ohne elterliche Betreuung zusammen spielen. Wenn ein Kind Gegenstände durch den Raum wirft, ist es besser im Akt des Werfens zu korrigieren („NEIN!“), als wenn der Gegenstand schon durch den Raum geflogen ist. Denn dann sind die negativen emotionalen Impulse frisch und das Kind kann die Korrektur am besten aufnehmen. Je später das Feedback, desto mehr Erklärung muss seitens der Eltern aufgebracht werden. Sollte es einen Ausraster geben, trenne die Kinder und ermutige sie, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Ist dein Kind noch klein, kann dem Kind geholfen werden: „Es ärgert dich, wenn jemand dein Spielzeug aus der Hand nimmt.“ Das Gespräch ist eine gute Möglichkeit deinem Kind erkennen zu helfen, was die Konsequenzen impulsiven Verhaltens sind: „Du sollst andere nicht verletzen. Unser Haus soll ein sicherer Ort sein, an dem Menschen sich wohlfühlen.“ Vorbild im Umgang mit schwierigen Situationen Kinder sind sehr sensibel und können erkennen, in welchem emotionalem Zustand sich Eltern befinden. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern angesichts von Angst und Zorn kontrolliert reagieren (ruhig und freundlich), da das Kind dieses Verhalten in ähnlichen Situationen nachahmen wird. Ein Weg dies zu tun ist, „heißen“ Situationen einen anderen Rahmen zu verleihen. Oft passiert es, dass ein Kind auf dem Spielplatz versehentlich in dein Kind rennt. Hier kannst du deinem Kind helfen mit der Situation umzugehen, indem du dem Zusammentreffen einen neuen Rahmen verleihst: „Sie wollte dir nicht weh tun. Sie ist aus Versehen in dich hineingelaufen.“ Damit kannst du und dein Kind besser umgehen. (Gliebe, 2011) Vorbild im Erreichen der Ziele Plane gemeinsam mit deinem Kind die Woche und setze Ziele, die realistisch sind. Wenn dein Kind merkt, dass du zu deinem Plan stehst und Ziele erreicht werden, hilft es ihm selbst Kontrolle für sein Leben zu übernehmen. Die Cola-Mentos-Fontäne Du brauchst: (1) eine Cola-Flasche (light) mit passendem zweiten Deckel, (2) vier bis sechs Mentos, (3) einen Bohrer, (4) eine Schnur und (5) eine Nadel. Bohre in den passenden zweiten Flaschendeckel drei Löcher (Durchmesser 5mm). Steche mit einer Nadel Löcher in die Mentos und reihe sie an der Schnur auf (unten Knoten). Führe dann den Faden durch ein Loch im Deckel und halte den Faden oberhalb des Deckels. Die Mentos hängen nun direkt unter dem Deckel. Schütte so viel von der Cola ab, dass, wenn du den Deckel aufsetzt, die Mentos nicht in die Flüssigkeit gelangen. Stelle die Flasche nach draußen, wo sie wenig Schmutz machen kann. Setze den Deckel auf die Flasche und schraube ihn fest. Lass die Mentos fallen und suche einen sicheren Platz (Achtung, es spritzt!). Gespräch: Rede mit deinem Kind darüber, was passiert, wenn es nicht frühzeitig lernt mit seinen Gefühlen umzugehen. Für neugierige Kinder: Eine Erklärung für das Experiment findet sich hier auf https://de.wikipedia.org/wiki/Cola-Mentos-Fontäne. Einkaufstipp Archelino: „Alle Tiere versammeln sich auf Noahs Arche, um der großen Flut zu entgehen. Aber in welcher Ordnung sollen sie auf dem Schiff einen Platz finden? Dank der Hinweise gibt es für jede der 60 Aufgaben nur eine einzige Lösung. Aber die zu finden, kann ganz schön kniffelig werden. Trainiert richtiges Kombinieren, räumliche Vorstellungskraft“… und Selbstkontrolle. 🙂 https://www.amazon.de/Huch-Friends-77277-Logicus-Archelino/dp/B004NQFZNY Tiere-Tabu Du brauchst: Tierkarten oder ein Tierlexikon Suche dir ein Tier aus und erkläre es deinem Kind ohne den Namen des Tieres zu nennen, denn diesen soll dein Kind erraten. Wenn das Spielprinzip verstanden wurde, lass dein Kind dir Tiere erklären, ohne den Namen zu sagen. Ermutige es charakterisierende Eigenschaften zu beschreiben. Gedicht Ein lustiges Gedicht über Wut, das den Druck aus heißen Situationen nehmen kann. Lerne es mit deinem Kind auswendig und sagt es gemeinsam auf, wenn die Emotionen hoch kochen. Wenn das Lama wütend ist, musst du dich rasch ducken. Nur eines hat es noch im Sinn: Es will tüchtig spucken. Wenn das Flusspferd wütend ist, bring dich rasch in Sicherheit. In seinem riesengroßen Zorn walzt es alles platt und breit. Wenn die Katze wütend ist, lass sie schnell in Ruh. Mit ihrer scharfen Krallentatze schlägt sie sogleich zu. Wenn du einmal wütend bist, wenn Angst und Zorn dich plagen, dann denk: du bist kein wildes Tier, du kannst mir alles sagen. Monika Rieger (http://www.leselupe.de/lw/titel-Wut—Gedicht-fuer-Kinder-116593.htm) „Selbstkontrolle kann man recht einfach lernen – mit Rollenspielen, Gedächtnistraining, Übungen, in denen das Kind sich selbst laut vorsagt, was es tun soll.“ Mischel, W. im Interview mit Jötten, F.: „Selbstkontrolle kann man lernen“ (2015) Lieder singen Zwei kleine Augen (aus dem Liederbuch: „Gott loben von Anfang an“) Reise nach Jerusalem Du brauchst: (1) Stühle, (2) Musik Stelle einen Stuhl weniger als Teilnehmer in die Mitte. Alle laufen um die Stühle, wenn die Musik läuft. Wird die Musik abgestellt, soll jeder versuchen einen Stuhl zu ergattern. Wer keinen hat, scheidet aus. Das Spiel baut eine innerliche Spannung auf, die in unregelmäßigen Abständen abgebaut wird. So kann dein Kind lernen Impulse zu kontrollieren. Konzertbesuch Besuche mit deinem Kind ein Konzert mit Orchester. Frage dein Kind, ob es ihm gefallen hat. Was hat das Konzert schön gemacht? Nicht jeder spielt, was er möchte und wann er es möchte. Alle spielen gemeinsam. Die Musiker haben lange geübt, auch wenn sie keine Lust hatten (Selbstdisziplin). Aber nach jedem Stück, das sie spielen konnten, haben sie gemerkt: Üben lohnt sich. Frag dein Kind: „Welches Instrument würdest du gerne gut spielen können?“ Rollenspiele Verschiedene Situationen im Alltag brauchen verstärkt Selbstbeherrschung, weil erwartet wird, nicht den natürlichen Impulsen zu folgen. Es ist hilfreich für das Kind, wenn man diese Situationen durchspielt und danach darüber spricht. Wenn die durchgespielte Situation dann wirklich eintritt, kann es sich an die positive Weise erinnern, wie diese Situation gemanagt werden kann. Es hilft auch, wichtige Botschaften gut zu artikulieren. Zunächst spielst du das Kind und dein Kind die andere Rolle. Spiele deine Rolle authentisch (mit motzen, schimpfen, jammern, weinen, schlagen). Sprich dann mit deinem Kind darüber und versucht gemeinsam herauszuarbeiten, wie man die Situation gut bewältigen kann. Spielt die Situation noch einmal durch. Dieses Mal soll dein Kind die Hauptrolle übernehmen und so spielen, wie ihr es besprochen habt. Folgende Situationen können im Rollenspiel besprochen werden: Auf die Plätze, fertig… Sage deinem Kind, dass ihr nun einen Wettlauf macht (Ziel gemeinsam festlegen). Auf los geht es los. Du zählst: Auf die Plätze…..fertig….Lotusblume (lass deiner Kreativität freien Lauf :)). Dein Kind rennt los. Aber Moment, du hast noch nicht „los“ gesagt. Also noch einmal. Das Spiel lehrt das Kind selbstbeherrscht auf „los“ zu warten und seinen Impuls loszurennen zu kontrollieren. „Simon sagt“ Du bist Simon und gibst deinem Kind Anweisungen in der Form: „Simon sagt: Spring hoch!“ oder „Simon sagt: Berühre deine Zehen.“ Dein Kind hat diese Anweisungen zu befolgen, allerdings, und das ist das zentrale Element des Spiels, nur dann, wenn du vorher auch „Simon sagt“ sagst. Wenn dein Kind es verstanden hat, könnt ihr die Rollen auch einmal tauschen. Am meisten Spaß macht es, wenn mehrere mitspielen. Das Kind lernt seine Impulse zu kontrollieren und erst zu handeln, wenn es gehört hat. Außerdem fördert es Kreativität, weil dein Kind sich ausdenken muss, was Simon sagt. Einkaufstipp Topfstelzen: Das Laufen mit Topfstelzen benötigt Konzentration. Dadurch, dass das Kind immer und immer wieder übt, wird die Frustrationstoleranzgrenze erhöht. Erhältlich z.B. auf https://www.amazon.de/Hudora-Topfstelzen/dp/B001BKWYXO.Topfstelzen. Topfstelzen kann man aber auch sehr schön selbst basteln (z.B. unter: http://www.bastelstunde.de/topfstelzen-spiele-fuer-den-garten/). Alltägliches Flieger basteln Sucht euch einen Papierflieger auf http://www.spielkeks.de/index.php/papierflieger.html aus und bastelt ihn gemeinsam. Ermutige dein Kind geduldig bis zum Ende zu basteln und zu üben, damit der Papierflieger schön segeln kann. Je genauer gefaltet wird, desto besser fliegt er. Falten ist eine Fertigkeit, die Impulskontrolle voraussetzt. Der Zuckertisch Du brauchst: (1) Fünf produzierte Lebensmittel (Ketchup, Nutella, Saft und andere Lebensmittel, die dein Kind mag), (2) drei Obstsorten, (3) drei Gemüsesorten und (4) ausreichend Zuckerwürfel. Kalkuliere im voraus für jedes Produkt den Zuckerwert in Zuckerwürfeln. Häufe dann die Zuckerwürfel wie berechnet in verschiedenen Türmen auf dem Tisch an. Merke dir, welcher Zuckerhaufen die Zuckermenge für welches Produkt angibt. Gib jetzt deinem Kind die Lebensmittel mit der Aufgabe, diese den einzelnen Zuckertürmen zuzuordnen. Gespräch: Sprich mit deinem Kind über die negativen Effekte von Zucker (Karies, Fettleibigkeit, Immunschwäche etc.). Versuche dem Kind die Konsequenzen eindrücklich vor Augen zu malen (z.B. Bilder von Kindern mit Karies). Fotografiere den Tisch als Erinnerung.1.2. Gottes Im.Puls für Klein
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1. Entwicklung des Kindes
2.2 Förderung des Kindes
2.3. Vor-Bild des Kindes
3. Denken
3.1. Die Welt erkunden
3.2. Mathe be-greifen
4. Sprache
4.1 Wort.Schatz
4.2 Sprachspiele
5. Sinne
5.1 Musizieren
5.2 Erleben
5.3 Wahrnehmen
6. Körper
6.1. Ich bin aktiv!
6.2. Ich kann das!
6.3. Ich bin kreativ!
6.4 Ich halte mich gesund
EHRLICHKEIT
Rechtschaffenheit ⎜Echtheit ⎜Aufrichtigkeit ⎜Prinzipientreue
Zusammengestellt von Cornelia Witzig
Vor kurzem las ich folgendes Zitat: „Ehrlichkeit ist etwas für starke Menschen, schwache wählen die Lüge“ (http://mademyday.com/10762). Wir leben in einer unehrlichen Welt und Gott möchte, dass wir gerade in dieser Welt wie poliertes Gold glänzen. Die beste Möglichkeit unseren Kindern Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit beizubringen, ist: Lebe vor, was du ihnen vermitteln willst, und dann lehre sie das, was du selbst vorlebst. Das ist wichtig, damit unsere Kinder auch unter Gruppendruck noch ehrlich bleiben können.
Doch so ein Leben zu führen geht nur, wenn diese Werte eine Folge unserer Liebe zu Jesus sind.
In diesem Newsletter möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, wie wir unseren Kindern unbeschwert auf verschiedene Arten diesen Wert, der Gottes Charakter widerspiegelt, einprägen können, damit unsere Kinder mit SEINER täglichen Hilfe starke, selbstständige Nachfolger Jesu werden.
1. Sinn und Religion
1.1. Gottes Im.Puls für Groß
Wenn wir ehrlich und rechtschaffen sind, kann es sein, dass wir nicht viele Freunde haben, aber dafür wahre Freunde. Ist es nicht ein lohnenswertes Ziel, auch so ein Freund zu sein? Jesus ist genau so ein Freund. Er selbst ist die Wahrheit und fordert uns auf nach der Wahrheit zu streben.
„Weiter, liebe Brüder: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!“ – Philipper 4,8
„Die Liebe freut sich niemals an der Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich an der Wahrheit.” – 1. Korinther 13,6 Wir sollen unseren Zustand ganz ehrlich erkennen und zugeben. Das wird uns retten: „Wer seine Sünde leugnet, dem wird’s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.” – Sprüche 28,13 Das Vertrauen unserer Kinder gewinnen wir, wenn wir ehrlich zu unseren Versprechen stehen: „Der Herr verabscheut die, die ihr Wort nicht halten, aber er hat Freude an denen, die es erfüllen.“ – Sprüche 12,22 Wie kommen wir nun zu der lohnenswerten Ehrlichkeit? „Die besten Dinge des Lebens — Einfachheit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Reinheit und Redlichkeit — können nicht gekauft oder verkauft werden. Sie sind für die Ungebildeten ebenso frei erhältlich wie für die Gebildeten, für den einfachen Arbeiter ebenso wie für den hochgeachteten Staatsmann.“ – E.G. White, SGA 154.4 Durch die tägliche Beschäftigung mit der Wahrheit werden wir verwandelt und erhalten von Gott das Geschenk eines wunderschönen Charakters, unter anderem Ehrlichkeit. „Gott ist ein Liebhaber des Schönen, aber was er am meisten liebt, ist ein wunderschöner Charakter.“ – E.G. White, MLT 270 Josef ist ehrlich Josef wollte sich von Potifars Frau nicht zur Unehrlichkeit seinem Herrn gegenüber verleiten lassen. Potifars Frau war mit Potifar verheiratet und hatte ihm versprochen ihn immer zu lieben und ihm treu zu sein. Aber als sie Josef sah, änderte sie ihre Meinung und liebte Josef mehr als ihren Mann. Sie wollte auch, dass Josef sie im Geheimen liebt, ohne dass es ihr Mann, Potifar, mitbekommen sollte. Potifars Frau wollte ihren Mann anlügen. Josef aber liebte Jesus und wollte ihn nicht traurig machen und enttäuschen dadurch, dass er Potifars Frau auch liebte, so wie sie es von ihm erwartete. Außerdem wollte er Potifar, der ihn so gut behandelt hatte, nicht enttäuschen. Josef entschied sich Gott und Potifar gegenüber ehrlich und rechtschaffen zu bleiben, egal, welche Folgen es für ihn haben würde. Denn Potifars Frau erzählte dann Lügen über Josef, dass Josef nicht lieb sei, weil Josef nicht tue, was sie von ihm wolle. Josef blieb aber ehrlich und Gott treu, obwohl es ihm zuerst Nachteile brachte. Das war ihm mehr wert als sogar sein Leben. Diese Geschichte kann in Abschnitten erzählt und mit Fragen an das Kind unterbrochen werden. Hier ein Beispiel: Quintessenz: Egal wie es ausgeht, für Ehrlichkeit ernte ich immer ein reines Gewissen. Gott belohnt Ehrlichkeit! Das Gottesbild ist hier wichtig: Gott war immer und überall bei Josef, in guten wie in schweren Zeiten. Eva und die Schlange Am Anfang der Bibel wird sehr bald schon von der ersten Lüge berichtet. Eva wird von der Schlange betrogen und entscheidet sich Gott gegenüber ungehorsam zu sein. Die Folgen dieser Lüge und dieses Ungehorsams sind verheerend. Nun gibt es auf der Welt Streit, Tränen, Schmerzen uvm. Was ist schöner? Im Vorfeld kannst du Folgendes vorbereiten: Zwei große Zeichenblockblätter, ausgeschnittene Bilder. 1) Bilder, die Frieden und Freude vermitteln wie: Schönheit der Natur, neue Erde, friedliche Tiere, spielende Kinder… 2) Bilder, die Angst und Unruhe vermitteln wie: kämpfende Tiere, vertrocknete Erde, streitende Kinder… Auf das eine Blatt könnte man schreiben: „Ehrlichkeit und Gehorsam“, auf das andere Blatt: „Unehrlichkeit und Lüge“. Nun lege alle Bilder auf den Boden und erkläre deinem Kind an Hand der Geschichte, wie im Garten Eden vor und nach der Verführung an Eva aussah. Nun darf das Kind entscheiden, welches Bild auf welches Blatt passt und geklebt werden kann. Danach könnt ihr nochmal darüber reden, wie es im eigenen Leben aussieht, wenn man ehrlich ist oder nicht. Diese zwei großen Blätter können für ein paar Wochen als Erinnerung an der Wand im Kinderzimmer befestigt werden. Spuren Mit folgender Idee kannst du dem Kind zeigen, wie Taten Spuren hinterlassen. Das Kind stellt seine Füße in eine Wasserschüssel und geht dann ein paar Meter durch die Wohnung. Danach kann man anhand der Spuren sehen, wo das Kind gegangen ist. Ein gemeinsames Gebet und die Bitte um Hilfe ehrlich zu sein runden diese Andacht ab. Quintessenz: Jede Tat hat Folgen. Gute Taten haben Folgen und böse Taten haben Folgen. Wir hinterlassen mit unseren Worten und Taten immer Spuren, die andere zu Gott oder von Gott weg führen. Isaak und Rebekka Rebekka wollte gerne, dass Jakob den Segen von Gott bekommt und forderte Jakob dazu auf seinen Vater Isaak zu betrügen. Nach der Geschichte gibt es gute Möglichkeiten darüber zu reden, wie dein Kind darüber denkt, was Jakob getan hat, und was es als bessere Lösung vorschlägt. Hindernislauf durch die Wohnung Da Jakob seinen Vater betrogen hatte, musste er fliehen und dadurch einen anderen Weg gehen, der umständlicher und schwieriger war als der Weg, den Gott eigentlich für ihn vorgesehen hatte. Um das zu verdeutlichen, kannst du einen Hindernislauf durch die Wohnung erstellen. Anstatt gerade zum Ziel zu kommen, muss dein Kind alleine versuchen über oder unter Stühle zu klettern, durch andere Zimmer zu gehen, um Tische herum, über Kartons… bis es endlich in seinem Zimmer angekommen ist. Danach kann es ohne Umwege zum Ziel kommen und erhält zur „Belohnung“ eine kleine Überraschung. Anschließend könnt ihr darüber reden, wie so ein Hindernislauf im eigenen Leben aussehen kann, wenn man lügt und betrügt. Man verliert z. B. Freunde, die man liebt, und muss alleine spielen; Menschen glauben einem nicht mehr, wenn man Geschichten erzählt; man ist einsam, wie Jakob es war; oder Ähnliches. Aber Jakob hatte einen treuen Freund: Jesus. Jesus führte Jakob durch den Umweg ans Ziel, weil Jesus ihn liebte und ihm vergab. Nun kannst du mit dem Kind den gleichen Weg gehen und bei schwierigen Stellen helfen. Alles geht schneller und leichter. Wenn Jesus mit uns ist, hilft er uns durch die Hindernisse, die wir selber verschuldet haben. Quintessenz: Wir brauchen nicht zu lügen, Gott hat 1000 Lösungen, von denen wir nichts wissen. Gott braucht unsere Lügen nicht, um seinen Plan durchzuziehen, er ist allmächtig, er kann alles. Lügen heißt, ich vertraue nicht – in diesem Fall – auf Gott. Fähigkeit des Lügens kann sich durch Vorbild entwickeln Es ist nicht lange her, da glaubte man, kleine Kinder seien immer ehrlich und gar nicht in der Lage zu lügen. „Kindermund tut Wahrheit kund“. Doch man weiß inzwischen, dass ein Kind im Alter zwischen 2 und 4 Jahren die Fähigkeit des Lügens lernen kann. So entmutigend es auf den ersten Blick klingt, aber Kinder lernen das Lügen durch ihr Umfeld, also auch durch uns. Vielleicht lügen wir gar nicht verbal und doch ist unsere non-verbale und verbale Kommunikation nicht immer identisch. Ein Kind nimmt nur zu 7% die Worte wahr, liest zu 93% aus Mimik, Gestik und Intonation. Kleinkinder spüren schon fehlende Authentizität Nach neuen Studien besitzen Kleinkinder mit drei Jahren schon so viel Urteilskraft, dass sie ihr Handeln nach dem Verhalten und den Absichten ihrer Mitmenschen ausrichten. Sie sind weniger hilfsbereit, wenn sie beobachten, dass die Person, der sie helfen sollen, einem anderen Menschen ohne erkennbaren Grund etwas zuleide getan hat. Kleinkinder reagieren offensichtlich nicht nur feinfühlig auf das Werteverhalten anderer, sondern auch auf die Absichten, die dahinterstecken. Gezwungene Höflichkeit kann Unehrlichkeit trainieren Zudem kommt noch erschwerend hinzu, dass Kinder meist beigebracht bekommen, zu Gunsten der Höflichkeit unehrlich zu sein und dass es nicht immer richtig sei, seine ehrliche Meinung auszusprechen. Auf unmerkliche Weise wird damit Ehrlichkeit unterdrückt. Ein paar Beispiele: Hier muss man sehr weise sein, um den Wert Höflichkeit nicht gegen den Wert Ehrlichkeit auszuspielen. (Bsp.: Statt das Kind zur unehrlichen Entschuldigung zu zwingen, empfiehlt E. White geduldig für das Kind zu beten, dass es aufrichtig bereut. Oder statt zu lügen, wie toll man das Geschenk findet, kann man einem Kind beibringen, sich für die Freundlichkeit zu bedanken, dass an einen gedacht wurde. Manchmal ist auch einfach schweigen angebracht, um nicht zu lügen.) Ab dem vierten Lebensjahr werden unbewusste Strategien entwickelt, warum man lügt Aktuelle Studien zeigen auf, dass Kinder ab dem 4. Lebensjahr aus den gleichen Gründen wie Erwachsene lügen: aus Angst vor der Strafe, wenn sie dadurch Vorteile haben, um selber besser dazustehen, um größer und stärker zu wirken oder sogar seinen Freund vor der Strafe zu schützen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und manches mehr. Mit einer Lüge versucht das Kind, eine Situation so zu rekonstruieren, wie es sie gern gehabt hätte. Fehlende Fähigkeit bei Vorschülern Phantasie und Realität auseinanderzuhalten lässt unehrlich erscheinen Andererseits können Kinder meist bis zum Schuleintritt nicht immer Lüge und Phantasie unterscheiden. Träume sind für sie Realität. Manchen Kindern bereitet es Freude, erlebte Geschichten mit phantastischen Ergänzungen zu erzählen, ohne dass sie dabei lügen wollen. Wir sollten das Lügen unserer Kleinen nicht persönlich nehmen oder gar Angst bekommen. Dennoch sollten wir darauf achten und es ernst nehmen. Wie können wir dem Kind helfen? Hier ein paar Tipps: Bleibe ruhig Nimm das Kind in den Arm, während du mit ihm redest. Reagiere auf eine Lüge niemals mit Zorn. Je ruhiger du bleibst, desto besser kannst du mit dem Kind reden. Das Kind muss verstehen, warum das Verhalten nicht richtig war. So hat das Kind Vertrauen und die Möglichkeit zu erklären, warum es gelogen hat. Es ist entscheidend, das Motiv herauszufinden, warum das Kind gelogen hat, damit man ihm weiterhelfen kann. Zeige deinem Kind, dass es liebenswert ist Sage deinem Kind nicht, dass es böse ist, wenn es lügt, sondern dass es dennoch liebenswert ist. Wir lieben und vergeben gerne. Vermittle ein positives Gottesbild Erzähle deinem Kind immer wieder, dass es einen Vater im Himmel hat, Gott, der es sehr liebt, mehr sogar, als wir es lieben können und dass Gott deshalb gerne vergibt. Schenke Vertrauensvorschuss Stelle die Ehrlichkeit deines Kindes nicht in Frage, es könnte sonst Angst bekommen und eher zum Lügen neigen. Lass Konsequenzen zu und begleite dabei liebevoll Das Kind wird mit liebevoller Begleitung der Eltern erfahren, welche Konsequenzen es hat zu lügen. Konsequenzen, die es selber nicht möchte, wie: Freunde glauben einem nicht mehr, Freunde wollen nicht mehr mit einem spielen,… Reagiere stets positiv auf Ehrlichkeit Je öfter dein Kind positive Reaktionen auf die eigene Ehrlichkeit und Offenheit erlebt, desto eher hört es mit dem Lügen auf – vorausgesetzt, es hat bewusst gelogen. Schenke positive Aufmerksamkeit Wenn wir herausgehört haben, dass das Lügen unseres Kindes ein Hilferuf nach mehr Aufmerksamkeit und Zeit ist, dann sollten wir unseren Tagesablauf ändern und dem Kind mehr Aufmerksamkeit widmen, damit es sich nicht falsche Strategien angewöhnt, um unsere Aufmerksamkeit zu erhalten. Ermutige, wenn das Kind nicht mehr lügen möchte Hat das Kind erkannt, dass Lügen nicht richtig ist, und es nicht mehr lügen möchte, dann ist ein dickes Lob gut am Platz. Stelle die Ehrlichkeit nicht in Frage, auch wenn das Kind wieder „hinfällt“. Damit wird das Kind dazu motiviert nicht mehr zu lügen. Zeige auf, dass eine Veränderung nur durch Gott möglich ist Erzähle, wie es dir ‚mal passiert ist, wie auch du lernen musstest ehrlich zu leben und wie du das mit Gottes Hilfe aufgeben konntest. Das vermittelt Vertrauen. So setzt das Kind diese Möglichkeit eher für sich um. Bete viel für und mit dem Kind Achte darauf, dass Verbales und Nonverbales identisch sind Wie schon erwähnt, kommt es vor, dass unser Kind Unehrlichkeiten bei uns Eltern erlebt. Nicht weil wir verbal lügen, sondern weil unsere non-verbale und verbale Kommunikation nicht immer identisch ist. Hinterfragen wir uns selber kritisch oder lassen uns von unserem Partner beobachten, um dies zu verbessern. Halte deine Versprechen ein Gib nie Versprechen, die du nicht einhalten kannst. Das festigt das Vertrauen deines Kindes zu dir. Stehe ehrlich zu deinen Fehlern Auch wir Eltern machen Fehler. Eine ehrliche Entschuldigung dem Kind gegenüber kann warme Gefühle dir gegenüber wecken. Nebenbei lernt es dadurch zu vergeben und um Vergebung zu bitten. Heuchle nicht Kinder haben feine Antennen und übernehmen viel von uns. Sie beobachten uns, wie wir mit Freunden, Nachbarn oder Verkäufern umgehen und ob unser Verhalten mit dem, was wir sagen, was wichtig und richtig sei, übereinstimmt. Besonders auch in angespannten Situationen werden wir von Kindern beobachtet. Folgender Clip verdeutlicht diesen Punkt sehr gut: Daddy, I`m watching you https://www.youtube.com/watch?v=xLiNoxW1G2c Einige meiner Gedanken habe ich in folgenden Quellen gefunden: http://www.elternwissen.com/familienleben/harmonie-familie/art/tipp/ehrlichkeit-vermitteln.html http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/kind-luegt.html http://www.netmoms.de/magazin/kinder/erziehung/mein-kind-luegt-10-erziehungstipps/ http://www.alltagsforschung.de/das-blaue-vom-himmel-ab-wann-konnen-kinder-lugen/ http://www.advent-verlag.de/cms/cms/front_content.php?idart=704 Was gehört dazu Du legst verschiedene Gemüsesorten auf den Tisch und dazwischen eine Obstsorte. Nun darf dein Kind herausfinden, was hier nicht dazu gehört. Dieses Spiel kann man mit Küchengeschirr, Kleidungsstücken, Kuscheltieren und anderen Dingen wiederholen. Dadurch lernt das Kind Unterschiede zu erkennen und richtig von falsch zu unterscheiden. Auch im Alltag muss man genau hinschauen, um die Wahrheit von der Unwahrheit zu unterscheiden. Nicht einfach alles glauben, weil es auf den ersten Blick richtig ausschaut. Wo ist es versteckt Zeige deinem Kind, wie ein 5-Cent-Stück und wie ein 10-Cent-Stück ausschauen. Nun hält das Kind die Augen zu. Lege zwei gleich hohe Stapel 10-Cent-Münzen nebeneinander. In einem Stapel ist ein 5-Cent-Stück versteckt. Welcher Stapel ist das? Nachdem es den Stapel gefunden hat, muss es sich wieder umdrehen. Diesmal gibt es drei Stapel mit 10-Cent-Münzen. Wieder ist ein 5-Cent-Stück in einem Stapel versteckt. Wieder kann das Kind suchen. Das kann man noch zwei- bis dreimal erweitern, bis die Konzentration und Freude des Kindes nachlässt. Hier lernt es genau hinzuschauen und erkennen, dass es nicht leicht ist, die 5-Cent-Münzen von den 10-Cent-Münzen zu unterscheiden. Wahrheit ist nicht immer leicht von der Unwahrheit zu unterscheiden. Acronym Welche Tiere gibt es zu den Buchstaben von „Ehrlichkeit“? Bereite Fotos mit den zu den Buchstaben passenden Tieren (unten ein paar Beispiele) vor und lege sie unwillkürlich auf den Boden. Lass dein Kind den Tiernamen sagen und entdecken zu welchem Buchstaben des Wortes „Ehrlichkeit“ er passt. Bei manchen Buchstaben (h, c …) benötigt dein Kind mehr Hilfe als bei anderen. E – wie Esel H – wie Hase R – wie Reh L – wie Luchs I – wie Igel C – wie Chamäleon K – wie Kamel E – wie Elephant K – wie Katze E – wie Elster I – wie Iltis T – wie Tiger „Simon says“ Stelle dich vor das Kind, zeige auf einen Körperteil und sage den Namen auf Englisch dazu. Das Kind zeigt ebenfalls auf den Körperteil und spricht den Namen nach. Nach ein paar Wiederholungen, wenn es gut klappt, mache bewusst Fehler. Das Kind muss genau aufpassen und auf den Körperteil zeigen, den du ihm nennst, auch wenn der falsche Körperteil gezeigt wird. Vor diesem Teil des Spiels kündige an, dass es nun besonders aufpassen muss und das tun muss, was du sagst, auch wenn du etwas anderes tust. Beispiel: nose – Finger auf Nase mouth – Finger auf Mund ear – Finger auf Ohr eye – Finger auf Auge hand – Finger auf Hand foot – Finger auf Fuß usw. Jetzt: mouth – Finger auf Ohr ear – Finger auf Mund usw. So entsprechen zunächst die Worte den Taten doch plötzlich ist es nicht mehr sicher, ob Worte und Taten übereinstimmen. Nach dem Spiel kannst du mit dem Kind darüber reden, wie wichtig es ist, aufmerksam zu prüfen (z. B. anhand von Gottes Wort) und nicht einfach nachzumachen oder ungeprüft zu glauben. Bills Handwagen – aus der Serie von Christopher Kirchenmaus, Gerth Medien Verlag Alle Mäuse müssen Vorräte für den Winter sammeln. Christopher findet das langweilig. Und als er Bills Handwagen, prall gefüllt mit Brotkrumen, entdeckt, hat er eine „viel bessere“ Idee: In einem unbeobachteten Augenblick tauscht er Bills mühselig gesammelte Krümel einfach aus – gegen Sägemehl. Wie gemein! Muss an so etwas nicht auch die allerbeste Freundschaft zerbrechen? Der kleine Drückeberger – aus der Serie von Christopher Kirchenmaus, Gerth Medien Verlag Großvater bittet alle Mäusejungen, ihm im Holzschuppen beim Spänesammeln zu helfen. Christopher Kirchenmaus drückt sich und behauptet, er habe selbst genug zu tun. Aber diese eine Lüge zieht viele andere Lügen nach sich – bis Christopher sich in diesem Netz selbst verfängt. Die Bücher von Christopher Kirchenmaus können auch als Hörbücher heruntergeladen werden. Das wäre auch eine Idee, da die Kinder in diesem Alter gerne CDs hören, z. B. zuhause oder auf langen Autofahrten. Gemeinsam singen: Lieder prägen Gedanken besonders gut und unvergesslich ein. Hier ein Lied, geschrieben für dieses Thema: In den folgenden Spielen hat man immer wieder die Möglichkeit mit dem Kind über Ehrlichkeit zu reden. Ehrlich verloren ist immer besser als unehrlich gewonnen. Durch Ehrlichkeit gewinnen wir Freunde, durch Unehrlichkeit und Ungerechtigkeit verlieren wir Freunde. Und wenn keiner bemerkt hat, dass geschummelt wurde, sieht Gott doch alles. Treffsicherheit Kinderboccia ist ein Spiel, das man draußen spielen kann. Hier kommt es darauf an, seine zwei Kugeln so nah wie möglich an den kleinen Ball zu werfen. Wer am nächsten dran ist, hat gewonnen. Hierzu gibt es preisgünstige Bocciaspiele: https://www.amazon.de/Schildkröt-Funsports-Kunststoffkugeln-Zielkugel-970009/dp/B00IKJM43E/ref=sr_1_1?s=toys&ie=UTF8&qid=1470415669&sr=1-1&keywords=boccia+kugeln Pass genau auf Das Mikadospiel (mit großen Stäben) ist für die kleinen Kinder eine spannende Herausforderung. Hier müssen sie genau schauen, Abstände im Kopf schätzen, überlegen, welchen Stab sie herausnehmen und ehrlich sein, wenn sie gewackelt haben. Ich bastle eine Schlange Passend zur Geschichte von Adam und Eva kann eine Schlange aus Papier gebastelt werden. Hier die Anleitung dazu: http://www.besserbasteln.de/Origami/Tiere%20falten/schlange.html Maultaschen Maultaschen sind ein schwäbisches Gericht. Dieses Gericht wurde immer freitags gegessen. Da es vor vielen Jahren nicht erlaubt war in den Fastenwochen Fleisch zu essen, versuchte man Gott zu betrügen und heimlich in Maultaschen Fleisch zu verstecken in der Meinung, dass Gott das nicht sehen würde. Hier der Link zur Entstehungsgeschichte von Maultaschen: https://de.wikipedia.org/wiki/Maultasche#Legenden_zur_Entstehung Die Kinder können die Geschichte erzählt bekommen mit den ergänzenden Gedanken, dass Gott alles sieht und nicht betrogen werden kann. Gott sei Dank sieht Gott alles – warum? Was ist so toll daran, dass Gott alles sieht und immer bei dir ist?… Dann kann man mit dem Kind süße Maultaschen vorbereiten. Hier eine Rezeptmöglichkeit: http://www.chefkoch.de/rezepte/1755241285167952/Suesse-Maultaschen.html1.2. Gottes Im.Puls für Klein
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1. Entwicklung des Kindes
2.2 Förderung des Kindes
2.3. Vor-Bild des Kindes
3. Denken
3.1. Die Welt erkunden
3.2. Mathe be-greifen
4. Sprache
4.1 Sprachspiele
4.2 Fremdsprachen
4.3 Kinderbücher
5. Sinne
5.1 Musizieren
6. Körper
6.1 Ich bin aktiv!
6.2 Ich bin kreativ!
6.3 Ich halte mich gesund
Mut und gegen den Strom schwimmen
Furchtlosigkeit ⎜Unerschrockenheit ⎜Kühnheit ⎜Beherztheit
Zusammengestellt von Swantje Lorenz
Mut bedeutet laut Wikipedia, dass man sich traut und fähig ist etwas zu wagen. Etymologisch ist das Wort mit „sich mühen“ verbunden und steht für „starken Willens sein“, „heftig nach etwas streben“. Der zweite Teil unseres Themas „Mut und gegen den Strom schwimmen“ unterstreicht dieses Sich-Mühen noch einmal.
Ist es in der heutigen Zeit des Individualismus tatsächlich anstrengend, Dinge anders zu machen oder bezeichnet unsere Do-it-yourself-Gesellschaft wiederum eine Art Mainstream, der dir beinahe vorschreibt, es auf keinen Fall so wie alle anderen zu machen? Was bedeutet es, Mut zum Anderssein zu haben? Was bedeutet es als Christ, gegen den Strom zu schwimmen, und was erfordert es, unseren Kindern diese Stärke mitzugeben?
Mut bedeutet zu handeln, auch wenn uns die Angst lähmen mag. Mut bedeutet Abhängigkeiten zu anderen Menschen und deren Meinung zu verringern und sich ganz und gar von Gott führen zu lassen, sanftmütig und demütig zu sein.
Donna Habenicht stellt in ihrem Buch „Wie man Kindern Werte vermittelt“ ganz klar heraus: Je früher Kinder Teil einer außerfamiliären Gruppe sind (Kita etc.), umso wichtiger sind ihnen die Maßstäbe, die in dieser Gruppe gelebt werden. Das heißt, wenn du dein Kind im Homekindergarten betreust, ist das schon ein beträchtlicher Schutz vor Gruppendruck.
1. Sinn und Religion
1.1 Gottes Im.Puls für Groß
„Sei stark und mutig! (…) Nur sei recht stark und mutig, dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat! Weiche nicht davon ab, [weder] zur Rechten noch zur Linken, damit du [überall] Erfolg hast, wo immer du gehst! Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.“ – Josua 1,6-9 (Elberfelder Übersetzung)
Es erfordert Mut, damals wie heute, dem „Buch des Gesetzes“ zu folgen. Und Gott fordert uns nicht nur auf der Schrift zu folgen, sondern sie soll sogar nicht von unserem „Mund weichen“. Wir sollen davon reden und daraus unsere Argumente nehmen, die all unser Handeln im Alltag begründen.
Oft wirken biblische Maßstäbe veraltet und unpassend für den heutigen Zeitgeist. Übertragen wir dies auf die Kindererziehung. Von Grund auf möchten alle Eltern gerne ihren Kindern Werte wie Weisheit, Disziplin, Treue und Ehrlichkeit, Glaubensfestigkeit und Toleranz oder Höflichkeit, Taktgefühl und Rücksichtnahme vermitteln. Und das sind auch die Werte, die Gott uns in der Schrift lehrt. Doch das Vorbild der Eltern vermittelt eher, dass modisches Erscheinen und Beliebt-Sein wertvoller seien. Dazu kommt ein Idealismus, der mit Aussagen wie „Ich muss auch ‚mal auf mich achten“, „Ich bin zu hilfsbereit“, „Notlügen sind keine Lügen“ oder „Du bist einfach zu ehrlich für diese Welt!“ den Kindern vermittelt: „Die Welt dreht sich um dich“ und „Du und deine Gefühle sind der Maßstab“.
Wie einst Josua, werden auch wir von unserem Gott aufgefordert, die Stärke und den Mut aufzubringen, nach seinem Wort zu leben und unsere Kinder danach zu erziehen.
Er sagt: Lass dich nicht erschrecken, ich bin bei dir!
Noch etwas: Josua bekam die Aufgabe, ein Volk zu führen. Wie gut war es für ihn, auf sein Vorbild Mose blicken zu können. Sicher war er oft froh darüber, einfach das tun zu können, was er zuvor bei Mose sah. Auch wir können zu „Führern“ werden, wenn wir der Aufgabe nicht im „Gesellschafts-Strom“ mitzuschwimmen nachgehen. Gegen den Strom zu schwimmen heißt dann einen neuen Weg zu ebnen, ihn voranzuschreiten und diejenigen zu führen, die diesem neuen Weg folgen und auf diesem Führung benötigen.
Und: Es lohnt sich! Gott verspricht uns, dass wir zum Ziel gelangen werden. Er wird mit uns sein und in uns (und unseren Kindern) vollenden, was er begonnen hat.
1.2 Gottes Im.Puls für Klein
Josua übernimmt die Führung des Volkes
Buchempfehlung: Menschen in Gottes Hand, A3 Saatkornverlag Hamburg, S. 85 „Der HERR der Heerscharen erscheint“
Anhand dieser Geschichte (siehe Buch) können folgende Lebenslektionen mit dem Kind reflektiert werden:
- Josua soll eine neue und große Aufgabe bzw. eine neue Rolle übernehmen. → Deinem Kind geht es oft genauso: Es bekommt eine neue oder unbekannte Aufgabe (z. B. eine Aufgabe im Haushalt verbindlich zu übernehmen, sich alleine anzuziehen oder die morgendliche Toilette selbstständig auszuführen, ohne Schnuller zu schlafen, die Gemeindegaben zu sammeln, große Schwester oder großer Bruder zu werden,…).
- Gott steht Josua bei. → Bei allem was wir tun, möchte Gott uns beistehen. Er freut sich, wenn wir ihn um Hilfe bitten und er hilft uns bereitwillig und gerne.
- Gott zeigt sich Josua. → Gott möchte sich auch uns zeigen.
- Er wünscht sich, dass wir ihn erkennen (z. B. in der Natur, in Begegnungen mit Tieren, in der Beziehung zu anderen Menschen oder durch Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit mit ihm machen durften).
- Erzähle deinem Kind eine persönliche Erfahrung von dir (z. B. kurz bevor dein Kind geboren wurde: Welche Ängste hattest du und wie hat Gott dir Mut gemacht?).
- Überlegt, welche Erfahrungen dein Kind schon mit Gott machen konnte.
David und Goliath
Buchempfehlung: David und Goliat, Ein Panoramabuch ISBN 978-3-438-04084-8
Anhand dieser Geschichte (siehe Buch) können folgende Lebenslektionen mit dem Kind reflektiert werden:
- David führt gehorsam seinen Auftrag aus. → Auch dein Kind bekommt kleine Aufträge und kann so Verantwortung übernehmen.
- Die Menschen im Lager haben Angst, sie fürchten den Riesen Goliat. → Jeder hat ‚mal Angst, sogar Erwachsene. (Erzähle deinem Kind von Momenten, in denen du selber Angst hattest oder welche „Riesen“ dir schon im Leben begegnet sind.)
- David kämpft mutig. Die Masse ist gegen ihn, doch er weiß: Gott ist mit ihm. → Auch du darfst mutig sein und wissen: Gott ist bei dir.
- David ist „im Namen des HERRN“ unterwegs. → Was bedeutet es – in deinem Leben und im Leben deines Kindes – in Gottes Auftrag unterwegs zu sein? (Z. B.: Hat dein Kind eine Aufgabe im Gottesdienst oder besucht ihr bedürftige Menschen in eurer Nachbarschaft, …?)
Esther, die tapfere Königin
Buchempfehlung: Meine Lieblingsgeschichten aus der Bibel, Band 4, Advent Verlag
Anhand dieser Geschichte (siehe Buch) können folgende Fragen mit dem Kind reflektiert werden:
- Esther wagt es, dem König zu begegnen, obwohl sie den Tod fürchten muss. – Was hat Ester geholfen mutig zu sein? Esther betete und auch andere Menschen beteten für sie. – Überlegt euch, für wen ihr beten könntet, der mutig sein muss/soll.
- Hast du schon einmal Angst vor einem Menschen gehabt? Warum? Wie hast du reagiert bzw. hättest du reagieren sollen?
- Warum hat sich Esther mehr auf Gott verlassen als auf den König?
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1 Entwicklung des Kindes
6 – 12 Monate:
Das Kind wird „mobil“ (Robben, Krabbeln usw.); kann sich dem nähern, was sein Interesse weckt und diese Dinge erforschen; erkennt Zusammenhänge -> Selbstwirksamkeit (z. B. Murmelbahn mit großen Murmeln, die nicht verschluckt werden können: Ich werfe etwas oben rein, und es kommt unten heraus).
7 – 9 Monate:
Fremdelphase: die Ängste des Kindes ernst nehmen und adäquat reagieren, d. h. z. B. das Fremdeln nicht einfach „übergehen“ und als unwichtig abtun. Dein Kind lernt so früh, dass es seine Gefühle/Ängste offen (unangepasst) zeigen kann, ohne dabei „übergangen“ zu werden.
12 – 18 Monate:
Die ersten Schritte: Das Kind in seiner Mobilität unterstützen; WICHTIG: Der Rhythmus des Kindes gibt das Tempo vor. Das Kind ist „stolz“ auf das, was es kann, und benötigt kein unnötiges Loben vor jedem neuen Schritt. (Erläuterung – siehe Artikel „Kinder richtig loben“ im http://www.urbia.de/magazin/familienleben/erziehung/kinder-richtig-loben )
18 – 24 Monate:
Das Kind hat Interesse an dem, was Mama tut. Deshalb: mithelfen lassen und „richtige“ Aufgaben geben (Wäscheklammern beim Wäsche aufhängen reichen oder Wäsche selber aufhängen – je nach Alter – usw.)
3 Jahre:
Selbstständiges Kleinkind: kann sich alleine anziehen, hat einen eigenen Willen; nimmt sich, andere und Gruppen wahr; spielt und spricht nach, was es bei anderen sieht.
4 Jahre:
Einfühlungsvermögen soweit entwickelt, dass es wahrnimmt, ob es in einer Gruppe dazugehört oder nicht.
2.2 Förderung des Kindes
Selbstwirksamkeit:
Wenn das Kind erkennt, dass es Dinge in positiver Weise bewirken und beeinflussen kann, wächst sein Selbstverständnis.
Verbindliche Aufgaben im Alltag entsprechend der Rolle in der Familie:
Aufgaben und Verantwortung übertragen zu bekommen, gibt Sinn. (Bsp.: Gläser aus der Spülmaschine räumen, Tisch decken; große Schwester sein und deshalb das Geschwisterchen trösten,…)
Erlernen eines Instrumentes:
Fähigkeiten im musikalischen Bereich geben dem Kind Selbstbewusstsein, eine Aufgabe und definieren die Zugehörigkeit im gesellschaftlichen Kontext („Ich werde zur musikalischen Untermalung gebraucht und sitze bei den Streichern“). Instrumente, die sich für das Vorschulalter eignen: Blockflöte, Klavier, Geige (Suzuki-Methode).
Hierarchie in der Verbindlichkeit/Verpflichtung klar definieren:
- generell: Gott, Familie, Gemeinde, Gesellschaft
- zuhause: Gott, Eltern, Geschwister
- Kindersabbatschule: Gott, Kindersabbatschulleiter, Gruppe
- Kinderchor: Gott, Chorleiter, Gruppe
Je klarer deinem Kind ist, dass es mehr Verantwortung gegenüber Gott und seiner Familie hat als gegenüber anderen Menschen, umso unwichtiger wird ihm die Anerkennung anderer Menschen.
Klare Richtlinien für das Verhalten des Kindes:
„Meine Mama sagt, ich darf das nicht“, kann einem Kind helfen, nicht überall mitzumachen und sich den Richtlinien der Eltern auch dann unterzuordnen, wenn es in einer Gruppe Gleichaltriger ist.
Erwartungshaltung der Eltern an das Kind klar kommunizieren und Erwartungen den Fähigkeiten entsprechend stellen:
Überprüfe die Erwartungen, die du an dein Kind stellst. Sind sie zu hoch? Sind sie zu niedrig? Beides ist suboptimal. Die Erwartungen sollten messbar, machbar und motivierend sein. (Buchtipp: Remo Largo, „Kinderjahre“)
2.3 Vor-Bild des Kindes
Bin ich mutig, schwimme ich gegen den Strom? Selbstanalyse:
- Bin ich von der Meinung anderer abhängig?
- Vergleiche ich den Entwicklungsstand meines Kindes mit dem anderer?
- Frage ich mein Kind nach den Erfolgen oder Misserfolgen der anderen „Gruppenmitglieder“? (Bsp.: Konnte Silvia auch so weit springen?)
- Wie reagiere ich, wenn ich das Gefühl habe, in einer Gruppe nicht dazuzugehören?
- Vergleiche ich Fähigkeiten, Aussehen, Erfolge im Beruf, Familienstruktur, meinen Ehemann, meine Kinder etc. mit anderen?
Falls ja:
- Bitte Gott, Dir aus Deiner Kindheit bzw. Jugend eine oder mehrere Schlüsselsituationen bzw. oft gehörte Phrasen zu zeigen, die Deinen Charakter in diese Richtung beeinflusst haben.
- Studiere das Leben Jesu: War er in ähnlichen oder einer ähnlichen Situation? Wie ging Jesus damit um?
- Bitte Gott Dir zu vergeben.
- Versuche in Zukunft ähnlich wie Jesus zu handeln.
- Eingestehen: Falls andere Menschen durch Dein Verhalten verletzt wurden, habe den Mut und entschuldige Dich.
- Zugestehen: Gestehe anderen Menschen zu, dass sie auch Fehler machen (vielleicht sogar Fehler, die Dich verletzt haben) und drücke ein Auge zu. 😉
3. Denken
3.1 Mathe be-greifen
Habt ihr schon einmal einen Igel in der Natur gesehen? Nein? Das ist verständlich, denn Igel sind eher scheue Tiere. Außerdem verstecken sie sich gerne im Gebüsch und kommen nur selten heraus.
Aber selbst wenn man sie sieht, könnten kleine Kinder Angst vor ihnen bekommen, denn ihr Körper ist voller Stacheln. Wenn man unvorsichtig ist, können diese stechen und einem sehr wehtun. Es erfordert also Mut, einem möglicherweise kranken Igel zu helfen und ihn auf die Hand zu nehmen. Mut, um nicht die piksenden Stacheln zu sehen, sondern das wunderbare Tier, das Gott geschaffen hat.
In den folgenden Kategorien wurden einige Ideen rund um den Igel zusammengestellt, die den Kindern helfen, den Igel besser kennenzulernen und so eine mögliche Angst zu nehmen.
Igelstacheln anziehen
für Kinder von 1 – 2 Jahren oder 3 – 6 Jahren, im Schwierigkeitsgrad anpassbar
Du brauchst: (1) Vorbereitung: einen DIN A 4 Pappkarton in braun, eine Schere, Holzwäscheklammern in verschiedenen Größen (je kleiner, um so schwieriger), alte Zeitungen als Unterlage, Wasserfarben, Wasserglas und Pinsel; falls vorhanden: Laminiergerät; Schuhkarton als Spielschachtel (2) zum Spielen: einen Farben-Würfel und einen Zahlen-Würfel.
(1) Je nach Alter kann dir dein Kind dabei helfen (Schablone ausschneiden etc.), für Kinder unter drei Jahren solltest du die Vorbereitungen selbst treffen.
(2) Spielziel: Der Igel muss seine Stacheln anziehen. 🙂 Impulsfragen: Variante 1: Farben-Stacheln → für Kinder unter ca. 2 Jahren Nacheinander darf jeder Mitspieler mit dem Farbwürfel würfeln und je nach Farbe den Stachel (große Wäscheklammer) anbringen. Sobald alle Stacheln „angezogen“ sind, ist das Spiel zu Ende. Oft haben die Kinder daran Spaß, den Igel wieder auszuziehen und den Igel und die Stacheln in das Versteck (Schuhkarton) für den Winterschlaf zu legen. Variante 2: Farben-Zahlen-Stacheln → für Kinder ab ca. 2,5 Jahren Nacheinander darf jeder Mitspieler mit dem Farben- und dem Zahlenwürfel würfeln und je nach Farbe und Anzahl entsprechend die Stacheln (große und kleine Wäscheklammern) anbringen. Sobald alle Stacheln „angezogen“ sind, ist das Spiel zu Ende. Interessant: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei der Benutzung von Fingerspitzen und Zunge das selbe Hirn-Areal aktiv ist. „Ich bin mutig…“ (eine Variante zu: „Ich packe meinen Koffer“) KIND: „Ich heiße …, bin vier Jahre alt und bin mutig und klettere auf den hohen Turm.“ MUTTER: „Ich heiße …, bin … Jahre alt und bin mutig und klettere auf den hohen Turm und entschuldige mich bei der Nachbarin.“ KIND: „Ich heiße …, bin … Jahre alt und bin mutig und klettere auf den hohen Turm, entschuldige mich bei der Nachbarin und streichle den Hund meiner Tante.“ usw. Das Igel-Spiel Vorbereitung: Sitzkreis mit Teddy/Puppe/Kuscheltier, deinem Kind und dir. Auf den folgenden Link kannst du das Fingerspiel anschauen: https://youtu.be/o1rHhyE-OJs „Abends, (mit Zeigefinger auf imaginäre Armbanduhr zeigen) wenn wir schlafen gehen, (Hände zusammen am Ohr anlegen (typische Schlafgestik)) gibt es kleine, (Hände knapp über dem Boden halten) stachelige Kerle, (Finger bewegen, als ob sie etwas sticht) die dann aufstehen. (Hände zur Faust halten, beide Arme von sich strecken) Hu, was raschelt im Blätterhaufen? (erschreckter Blick, Hand an das Ohr) Und da kommt noch einer angelaufen. (mit Finger auf einen imaginären Igel zeigen, als ob er angelaufen kommt) Wisst ihr, was da raschelt und sich reckt? (Hände in die Hüften stemmen und herausfordernd in die Runde blicken) Die Igel kommen aus ihrem Versteck. (Hände, Arme weit von sich strecken, mit den Fingern wackeln und Arme/Hände zusammen führen) Und morgens, (mit Zeigefinger auf imaginäre Armbanduhr zeigen) wenn wir früh aufstehen, (Hände zur Faust halten, beide Arme von sich strecken) sind es kleine, stachelige Kerle, (Finger bewegen, als ob sie etwas sticht) die wieder schlafen gehen.“ (Hände zusammen am Ohr anlegen (typische Schlafgestik)) Mögliche Fortsetzung: Ach, so viele Stacheln, nein, (Hände auf die Wangen legen) die könnten mich doch stechen! (mit dem Finger in den Arm piksen) Doch hat sich eines ‚mal verletzt, (auf die Hand pusten) dann will ich mutig sein, (Fäuste in die Höhe) und ihm so schnell wie möglich helfen! (beide Hände zu einer Schale formen) Josua, David und du (Fingerspiel, passend zur Josua- und David-Geschichte) Auf den folgenden Link, kannst du das Fingerspiel anschauen: 1. Josua, das Gotteskind, führte Israel sehr gut. Da kamen alle Leute, und lobten seinen Mut. Ohh, Ahh, Ohh, Ahh. 2. David besiegte Goliath, mit Gott gelang das gut, da kamen alle Leute, und lobten seinen Mut. Ohh, Ahh, Ohh, Ahh. 3. Auch du kannst viele Dinge tun! Mit Gott gelingt das gut. Von ihm bekommst du Zuversicht und ’ne große Portion Mut. Ohh, Ahh, Ohh, Ahh. Der ängstliche kleiner Spatz Es war einmal ein kleiner Spatz, der sich immer und über alles Sorgen machte. Die anderen Vögel zwitscherten vergnügt, doch er ließ traurig den Kopf hängen. Viele Fragen quälten ihn: Wie soll ich nur satt werden? Ob ich jemals fliegen lerne? Werde ich eine Frau finden? Piep, piep, piep – oh, ich Armer! Doch eines Tages entdeckt der ängstliche kleine Spatz ein großes Geheimnis … Link zum Bestellen: Auch als Hörbuch vorhanden und mit Liedern untermalt: Gemeinsam singen: Kindermutmachsong Alles jubelt, alles singt, SCM Brockhaus. Melodie unter: https://www.youtube.com/watch?v=eZB6NRC_j8A&noredirect=1 1. Wenn einer sagt: „Ich mag dich, du, ich find‘ dich ehrlich gut“. Dann krieg‘ ich eine Gänsehaut und auch ein bißchen Mut. (bei „Gänsehaut“ über den Arm mit den Fingern krabbeln) Refrain: La la la laaa la La la la laaa la La la la laaa laaa laaa laaa laaa laaa laaa La la la laaa la La la la laaa la La la la laaa laaa laaa laaa laaaa 2. Wenn einer sagt: „Ich brauch‘ dich, du, ich schaff‘ es nicht allein“. Dann kribbelt es in meinem Bauch, ich fühl‘ mich nicht mehr klein. – Ref. (bei „Bauch“ mit den Fingern am Bauch krabbeln) 3. Wenn einer sagt: „Komm geh‘ mit mir, zusammen sind wir ‚was“. Dann werd‘ ich rot, weil ich mich freu‘, dann macht das Leben Spaß. – Ref. (bei „rot“ mit den Fingern an den Wangen krabbeln) 4. Ich sag‘ zu dir: „Ich hab‘ dich lieb und wär‘ so gern dein Freund. Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint.“ – Ref. Mutspaziergang Du brauchst: selbstgebastelte Kleinigkeiten deines Kindes (nette Karten, Zeichnungen, Kastanientiere, Laternen,…) Begleite das Kind bei einem Nachbarschaftsspaziergang. Es darf bei jeder Tür läuten und ein kleines, selbstgemachtes Geschenk abgeben. Das macht einem selbst Freude, braucht aber auch etwas Mut! Besuch in einer Kletterhalle In einer Kletterhalle gibt es auch für kleine Kinder die Möglichkeit, erste Kletterversuche zu machen. Dein Kind kann hier Mut beweisen und mit dir als Unterstützer klettern gehen. Lasst euch dabei vor Ort beraten. Vielleicht müsst ihr auch mehrere Male dort hingehen, um immer wieder ein bißchen mutiger zu werden! Kastanien im Dunkeln sammeln (Vorbereitung für den Kastanienigel) Du brauchst: eine Tasche, Tüte oder einen Eimer, Taschenlampe WICHTIG: Kastanien durch klares Wasser ziehen und danach an einem Sonnenfenster trocknen lassen. Gecko-Spiel Du brauchst: – Wäscheklammern „Geckos sind die einzigen Eidechsen, die nicht nur zischen können, sondern auch andere Geräusche hervorbringen. Es ist ein Klicklaut, der fast wie ihr Name klingt: Geck-o. Geckos haben klebrige Füße, mit denen sie die Wand hochklettern und sogar kopfüber an der Decke laufen können. Diese kleinen Eidechsen besitzen noch eine weitere ungewöhnliche Eigenschaft. Wenn ein Mensch oder ein Tier einen Gecko am Schwanz packt, fällt dieser einfach ab und die kleine Eidechse läuft davon. Den Schwanz zu verlieren tut einem Gecko überhaupt nicht weh und ihm wächst innerhalb von wenigen Wochen sogar ein neuer nach! Gott hat dem Gecko eine wunderbare Möglichkeit geschenkt, einem Feind zu entkommen, damit ihm nichts zustößt. Wenn uns jemand wehtun oder Angst machen will, ist es manchmal eine gute Idee, an einen sicheren Ort zu laufen. Wir können nicht einfach einen Körperteil zurücklassen, aber Gott hat uns Menschen eine andere Möglichkeit gegeben, wie wir in Sicherheit leben können. Wir können nämlich einem Erwachsenen erzählen, dass wir ihm vertrauen, und ihn um Hilfe bitten, uns zu helfen. Gott will, dass seine ganze Schöpfung in Sicherheit lebt. Was macht dir Angst? Wo kannst du hingehen, damit du in Sicherheit bist? – Sprüche 18:10.“ „Eine tierisch gute Zeit mit Gott: Schnell in Sicherheit“, S. 10, Pamela Kennedy, Gerth Medien Nachdem man die Geschichte über die Geckos gelesen hat, kann man auch Gecko spielen. Vielleicht kann man die Großfamilie begeistern bei diesem Spiel mitzuspielen oder man lädt sich Freunde ein. Einer ist der Fänger. Alle anderen sind Geckos und erhalten eine Klammer, die sie an ihrer Kleidung befestigen und die den Schwanz des Geckos darstellen soll. Wenn der Fänger einen Gecko erwischt, bekommt er dessen Klammer. Der gefangene Gecko darf dann zu seiner Mama (oder seinem Papa) laufen und sich dort eine neue Klammer holen, die er an seiner Kleidung befestigen lässt. Das Spiel ist zu Ende, wenn der Fänger zehn Klammern erwischt hat. Das Fangenspiel kann auch auf einem Spielplatz, der ein Klettergerüst hat, durchgeführt werden. Dann können die Geckos klettern, und zum Klettern braucht man auch Mut. Mut-Spiel Du brauchst: – Schachtel mit kleinen „Geschenken“ (Sticker, Murmeln,…), Zettel mit kleinen Arbeitsaufträgen, die alltäglichen Handlungen entsprechen (z. B. den Geschirrspüler einräumen, die Jacke selbständig anziehen,…), die das Kind ein wenig herausfordern, weil es diese Aufgabe noch nie gemacht hat, für die es etwas Mut braucht. (Da dies von Kind zu Kind sehr unterschiedlich ist, je nach Alter, Temperament und Geschicklichkeit, ist es am sinnvollsten, dass jemand, der das Kind sehr gut kennt, die Arbeitsaufträge zusammenstellt.) Sage: Ich habe kleine Geschenke für dich bereit. Um sie jedoch zu bekommen, sollst du folgende Aufgaben erledigen. Lies die Anweisung vor! Hilf dem Kind bei der Durchführung, nimm ihm die Aufgabe nicht ab, aber zeige ihm, dass es nicht alleine ist und deine Unterstützung dabei erhält. Sprich mit ihm darüber, dass, wenn wir im Leben Dinge tun müssen, bei denen wir mutig sein müssen, wir nicht alleine sind, sondern Gott an unserer Seite ist. Kastanienigel Selbstgebasteltes für den Mutspaziergang (siehe Punkt 5.2.) Du brauchst: Kastanien, eine Kuchengabel/Kastanienbohrer, Zahnstocher und einen schwarzen Filzstift Stelle Papa-Igel, Mama-Igel und Kinder-Igel her (für die Kinder-Igel können die Zahnstocher in der Hälfte durchgebrochen oder mit der Schere durchgeschnitten werden).
4. Sprache
4.1 Wortschatz
4.2 Fingerspiele
4.3 Kinderbücher
5. Sinne
5.1 Musizieren
5.2. Erleben
6. Körper
6.1 Ich bin aktiv!
6.2. Ich kann das
6.3 Ich bin kreativ!
DANKBARKEIT UND ZUFRIEDENHEIT
Zusammengestellt von Silvia Reinhold
Zufrieden und dankbar zu sein bedeutet das zu schätzen, was man hat. Das betrifft die materiellen Dinge wie z. B. Spielsachen, Kleidung, Essen etc. Aber in Wahrheit geht dieser Wert noch viel weiter. Zufriedenheit und Dankbarkeit ist letztlich eine Lebenseinstellung, die in allen Lebensbereichen und -situationen Anwendung findet – in Beziehungen, in Freude und Leid…
In unserer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft ist der ständige Wunsch nach mehr oder etwas Neuem sehr verbreitet. Dabei fällt auf, dass es keineswegs zufriedener macht, wenn man mehr besitzt. Daher beginnt Zufriedenheit dort, wo wir unser Verlangen nach mehr oder etwas anderem eindämmen und unseren Blick auf die Segnungen Gottes richten.
Dieser Newsletter soll Anregungen dafür geben, wie wir in unseren Kindern eine zufriedene und dankbare Haltung fördern, und auch Ideen vermitteln, wie wir diese zum Ausdruck bringen können.
1. Sinn und Religion
1.1 Gottes Im.Puls für Groß
Unzufriedenheit und Undankbarkeit haben in der Menschheit tiefe Wurzeln geschlagen. Es begann schon mit Eva, die, eingeredet von der Schlange, dachte, sie sollte sich mit ihrem Daseinszustand nicht zufrieden geben, sondern nach Höherem streben. Danach gibt es unzählige Beispiele in der Bibel von Menschen, die unzufrieden bzw. undankbar waren – angefangen von Kain, über das Volk Israel in der Wüste, bis hin zu Zachäus.
Auch heute wird uns, besonders durch die Medien, suggeriert, dass wir niemals zufrieden sein können, solange wir dieses oder jenes noch nicht besitzen oder einen bestimmten Zustand noch nicht erreicht haben.
Doch Gott sagt uns etwas anderes:
„Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“ – 1. Thessalonicher 5,18
„Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!“ – Epheser 5,20
In allem dankbar zu sein, bei allem „Danke“ zu sagen – das ist der Wille Gottes! Haben wir uns schon einmal wirklich ernsthaft darüber Gedanken gemacht, was das bedeutet? „In allen Dingen“ – also auch dann, wenn wir scheinbar Mangel haben, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das vorgestellt haben.
Immer dankbar zu sein, das können wir nur, wenn wir eine von Grund auf zufriedene Einstellung im Leben gelernt haben. Diese zufriedene Grundhaltung in allen Lebenssituationen können wir wiederum nur entwickeln, wenn wir unserem himmlischen Vater vollkommen vertrauen.
„Hängt euer Herz nicht ans Geld und begnügt euch mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat gesagt: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“ – Hebräer 13,5
Das verspricht uns Gott, wenn wir ihm vertrauen und zufrieden sind.
„Ein dankbares Herz und ein freundlicher Blick sind wertvoller als Reichtum. Liebe und Zufriedenheit, auch mit einfachen Gaben, machen ein Heim glücklich.” – Ellen G. White (1999): Glück fängt zu Hause an, Advent-Verlag, 39 Gott ist der Geber aller Dinge und allen Lebens. Ohne Ihn gäbe es nichts. Er versorgt seine Geschöpfe. Dafür gebührt Ihm unser Dank! „Wo immer Kinder zuhause daran gewöhnt wurden, dem Geber aller guten Dinge zu danken, legen wir einen Grundstein himmlischer Schönheit in unseren Familien.“ – Ellen G. White (2008): Wie führe ich mein Kind, 2. Auflage, Backnang: Gihon Publishing, 81-82 Die Heilung der zehn Aussätzigen Jesus hatte zehn Aussätzige geheilt, aber nur einer kam zurück, um sich bei Jesus zu bedanken. Diese Geschichte ist ein sehr gutes Beispiel für Dankbarkeit bzw. Undankbarkeit. Es ist wichtig „Danke“ zu sagen. Jesus freut sich, wenn wir ihm für seine Segnungen danken! Lest zusammen die Geschichte in Lukas 17,11-19 (z. B. in einer leicht verständlichen Übersetzung). Zeige dabei mit deinem Finger auf die Zeilen und Wörter, die du gerade vorliest. Dein Kind könnte die Bibel währenddessen auf seinem Schoß halten. Nimm zehn Gegenstände (z. B. Bauklötze, Steine etc.) und zähle sie mit deinem Kind. Lege einen Gegenstand zur Seite und frage, welche Gruppe nun die größere ist (9 oder 1?). Zu welcher Gruppe möchtest du gehören? Möchtest du „Danke“ sagen? Sprecht über die Dinge, für die ihr Gott danken könnt. Wofür möchtest du Jesus danken? Singt ein Danklied (siehe z. B. „Danke, danke“ oder „Ich freu‘ mich heut‘“ in: Gott loben von Anfang an (2008), Spillern: Top Life Center, C 10 + C 11). Spielt gemeinsam mit Hilfe von Kegeln, Playmobil- oder Duplofiguren etc. die Geschichte nach. Sprecht ein Dankgebet. Siehe auch: Kinder- und Jugendabteilung der Österreichischen Union (2010): Unterwegs mit Jesus: Das Lektionsheft für Kinder von 3 bis 6 Jahren, Spillern, Top Life Center, A 2. Viertel, 37-39 Gott versorgt Israel mit Manna Auf wunderbare Weise versorgt Gott sein Volk in der Wüste mit Brot vom Himmel. Aber nach einiger Zeit murren sie über diese Speise. Sie sind unzufrieden und möchten gerne etwas anderes haben. Doch eigentlich hätten sie dankbar sein können, dass sie in der Wüste überhaupt etwas zu essen haben. Sie brauchten es nicht einmal zu suchen, sondern nur einzusammeln. Und es schmeckte süß wie Honigkuchen! Erzähle deinem Kind die Geschichte vom Manna aus 2. Mose 16 und 4. Mose 11,4-5 + 21,5! Rollt euch gegenseitig einen Ball zu. Wer den Ball bekommt, nennt jeweils ein Nahrungsmittel. Dabei merkt man, wie viele verschiedene Dinge Gott für uns als Nahrung gegeben hat. Frage dein Kind: Gibt es bei dir jeden Tag das gleiche Essen? – Vermutlich nicht. Das Volk Israel hätte dankbar sein können für das leckere Manna, selbst wenn es jeden Tag das gleiche war. Wieviel mehr können wir dankbar sein für die vielen verschiedenen Speisen, die wir genießen dürfen! Spielt gemeinsam die Geschichte nach. Zählt die Wochentage auf und sammelt jeden Tag das „Manna“ ein (z. B. Bauklötze). Sammelt am Freitag die doppelte Menge und am Sabbat dafür keines. Gib deinem Kind einmal als Nachspeise Kekse mit etwas Honig bestrichen, um zu zeigen, dass Manna wie Honigkuchen geschmeckt hat. Lobt und dankt Gott für das viele, leckere Essen, das er uns schenkt! Siehe auch: Kinder- und Jugendabteilung der Österreichischen Union (2010): Unterwegs mit Jesus: Das Lektionsheft für Kinder von 3 bis 6 Jahren, Spillern, Top Life Center, B 3. Viertel, 53-55 Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit können schon Babys von Geburt an empfinden. In der Regel sind Babys dann zufrieden, wenn es ihnen gut geht und ihre Bedürfnisse gestillt sind. Dabei darf es bei der Bedürfnisbefriedigung keinen Verzug geben, ansonsten werden sie unzufrieden. Die Fähigkeit auf die Befriedigung der Bedürfnisse zu warten und trotzdem zufrieden zu sein, wird erst nach und nach über die Jahre erworben. Doch auch bereits im ersten Lebensjahr beginnen Kinder zu lernen die eigenen Emotionen zu regulieren, d.h., dass sie z.B. ein Kuscheltier drücken, an den Fingern lutschen etc., um sich selbst zu beruhigen und somit wieder Zufriedenheit empfinden, obwohl ihr Wunsch vielleicht nicht erfüllt wurde. Kinder im Alter von drei bis vier Jahren können durch das Vorbild ihrer Bezugspersonen lernen „Situationen gedanklich umzudeuten, sich abzulenken oder ihre Emotionen zu regulieren, indem sie darüber sprechen“ (Frech, Verena: „Erkennen, fühlen, benennen…“ Grundlagen der emotionalen Entwicklung im frühen Kindesalter, URL: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1944.html (Stand: 07.09.2016)), was wiederum zur Zufriedenheit beiträgt. Ein Vorschulkind hat dann bereits ein großes Wissen darüber erworben, wie es seine Emotionen regulieren und somit trotz unerfüllter Wünsche zufrieden sein kann. Dies hängt jedoch sehr stark davon ab, wie intensiv die Förderung des Kindes war und ist. (Ebd.) Die Fähigkeit Dankbarkeit auszudrücken hängt natürlich eng mit der Sprachentwicklung zusammen. Wobei aber auch schon ein Lächeln ein Ausdruck von Dankbarkeit sein kann. Diese Entwicklung zum Ausdruck von Dankbarkeit verläuft mehr oder weniger parallel zur emotionalen Entwicklung. Kinder ab drei Jahren können sicherlich Dankbarkeit empfinden und ausdrücken. Ich erinnere mich an manche Situationen, in denen mein dreijähriger Sohn sichtlich dankbar war und ein „Danke“ aussprach, das von Herzen kam. Emotionen ernst nehmen Grundsätzlich wichtig für eine gesunde emotionale Entwicklung und damit auch für die Fähigkeit zufrieden zu sein, ist die positive Zuwendung dem Kind gegenüber. Gefühle müssen ernst genommen und dürfen nicht heruntergespielt werden. Es ist wichtig sich gemeinsam mit dem Kind mit den Emotionen auseinanderzusetzen. Was ist der Grund für die negativen Gefühle? Was sind Lösungsmöglichkeiten? Man kann als Erwachsener dem Kind auch neue Sichtweisen und Erklärungen anbieten. Siehe: Frech, Verena: „Erkennen, fühlen, benennen…“ Grundlagen der emotionalen Entwicklung im frühen Kindesalter, URL: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1944.html (Stand: 07.09.2016) Mäßigkeit und Einfachheit pflegen Siehe auch: Spiel und Zukunft, Kinder mit Freude begleiten: Zufriedenheit – Wie Kinder schätzen lernen, was sie haben. URL: http://www.spielundzukunft.de/was-kinder-brauchen-erziehungsfragen-von-a-z/1721-zufriedenheit-wie-kinder-schaetzen-lernen-was-sie-haben (Stand: 03.07.2016) Ermutige zum Ausdruck von Dankbarkeit Ohne Licht keine Farben Du brauchst: Einfarbige Gegenstände in unterschiedlichen Farben, Taschenlampe, verschieden farbige Transparentfolien und Gummiring oder Klebeband Bringe die farbigen Gegenstände in einen abgedunkelten Raum mit nur wenig Lichteinfall, so dass man die unterschiedlichen Farben nur schwer erkennen kann. Dann lass dein Kind in den Raum gehen und z. B. einen blauen Gegenstand holen. Gelingt es? Kann man Farben im Dunkeln sehen? Nach einigen Wiederholungen könnt ihr dann mit der Taschenlampe in den Raum gehen. Im Licht der Taschenlampe kann man nun die Farben gut erkennen. Wir brauchen also das Licht, um Farben sehen zu können. Wir können also Gott dankbar sein für das Licht, für die Farben und für unsere Augen! Weitere Informationen dazu siehe: Haus der kleinen Forscher: „Ohne Licht keine Farben“, URL: http://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/praxisanregungen/experimente-themen/licht-farben-sehen/experiment/ohne-licht-keine-farben/ (Stand: 29.08.2016) Wasserberg Du brauchst: Glas, Pipette Füllt ein Glas relativ voll mit Wasser. Tropft nun mit Hilfe einer Pipette mehr und mehr Wasser dazu bis das Wasser überläuft. Dabei kann man beobachten, dass das Wasser einen „Berg“ bildet bevor es über den Rand läuft. Danach könnte man auch noch ausprobieren, wie das Wasser sich auf einer Münze häuft, wenn man es darauf tropft. Weitere Informationen dazu siehe: Haus der kleinen Forscher: „Wassertropfen“, URL: http://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/praxisanregungen/experimente-themen/wasser/experiment/wassertropfen/, (Stand: 14.09.2016) Gleiche Formen suchen Geht einmal ins Kinderzimmer und sucht gemeinsam Gegenstände, die alle jeweils die gleiche Form haben und zählt sie zusammen (z. B. alle rechteckigen Dinge: Buch, Schrank, Bett, Bauklotz usw.). Auf diese Weise kann das Kind verschiedene Formen unterscheiden lernen, das Zählen üben und hat gleichzeitig einen Grund dankbar zu sein für die vielen Dinge, die es besitzt. Siehe: Leitzgen, Anke: Reif fürs kleine Einmaleins, URL: http://www.eltern.de/kleinkind/entwicklung/mathematik-vorschule.html/page/2 (Stand: 14.07.2016) Geld sortieren Falls dein Kind schon Geld in einer Spardose sammelt, könnt ihr einmal nachsehen, wieviel es schon gespart hat. Lass das Kind die verschiedenen Münzen sortieren und zählt sie anschließend zusammen. Danach könnt ihr Gott für das ersparte Geld danken. Erinnere dein Kind an gemeinsame Einkäufe im Rahmen eines vorherigen Homekindergarten-Newsletters – was konnte man für den Betrag kaufen? So bekommt dein Kind auch eine Vorstellung davon, wieviel Geld man für bestimmte Dinge braucht.1.2 Gottes Im.Puls für Klein
2. Gefühl und Mitgefühl
2.1 Entwicklung des Kindes
2.2 Förderung des Kindes
2.3 Vor-Bild des Kindes
Dazu folgende Anregung: Schreibe einmal jeden Tag zehn Stichworte auf, wofür du Gott danken kannst. Überlege dir dabei auch, warum du dafür dankbar bist. Danke anschließend Gott für diese zehn Dinge. Schreibe dann am nächsten Tag zehn weitere „Dankbarkeits-Gründe“ auf, usw. So wirst du mit der Zeit eine richtig positive Lebenseinstellung entwickeln, die dann wiederum auf deine Kinder abfärben wird. 3. Denken
3.1 Die Welt erkunden
Danach könnte man noch farbige Transparentfolien um die Taschenlampe wickeln, um zu sehen, wie die Farben aussehen, wenn wir sie mit farbigem Licht bescheinen.
Lese aus der Bibel Psalm 23,5b vor: „Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“ Sprecht darüber, was das bedeutet. Dankt Gott für das Wasser und dafür, dass er uns „voll einschenkt“.
3.2 Mathe be-greifen
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Respekt und Achtung
Wertschätzung ⎜ Rücksicht ⎜ Höflichkeit ⎜ Ehrfurcht
Zusammengestellt von Tanja Ardito
Für die meisten Menschen heutzutage ist Respekt der Wert mit der größten Wichtigkeit. Es ist auch so, dass Respekt und Achtung die Grundlage vieler anderer Werte bilden.
Leider wird dieser Wert in unserer Gesellschaft aber trotzdem nicht gelebt.
„Schüler machen sich über ihre Lehrer lustig, Kinder sind respektlos ihren Eltern gegenüber, Erwachsene missbrauchen Kinder, Menschen spotten über Gott,…“
(Donna J. Habenicht (2004): Wie man Kindern Werte vermittelt. 2. Auflage. Lüneburg: Advent-Verlag, S.165)
Diese Liste ließe sich unendlich weiterführen.
Der aktuelle Newsletter möchte Eltern darin unterstützen, ihren Kindern dabei zu helfen, Gott, andere Menschen, sich selbst und die Natur zu achten. Die Kinder sollen lernen, die „goldene Regel“ praktisch auszuleben.
1. Sinn und Religion
Alle Menschen achten
„Achtet alle Menschen und liebt eure Brüder und Schwestern! Habt Ehrfurcht vor Gott und bringt dem Kaiser den nötigen Respekt entgegen.“ – 1. Petrus 2,17 Hfa
Hier sagt uns Gott eindeutig, dass für IHN alle Menschen den gleichen Wert haben. Gerade deshalb sollten auch wir jedem einzelnen Respekt entgegenbringen, ohne Ausnahme.
Den eigenen Körper achten
„Was immer ihr tut, was ihr auch esst oder trinkt, alles soll zur Ehre Gottes geschehen.“ – 1. Kor. 10,31 Hfa
Es ist oft viel leichter, andere mit Respekt zu behandeln, als uns selbst. Wie oft misshandeln wir unseren Körper durch zu wenig Schlaf, unmäßiges Essen, zu wenig Wasser, zu wenig Bewegung, schlechte Kleidung. Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass wir auch in alledem unseren Kindern ein Vorbild sind.
Die eigenen Kinder achten
Kinder werden nur dann Respekt erlernen, wenn wir Eltern ihnen Respekt entgegenbringen.
Es ist wichtig, ihre Gefühle zu achten und auch einmal Fehler zuzugestehen. Vielleicht ist es manchmal besser, statt zu kritisieren oder zurechtzuweisen einfach einmal nichts zu sagen und den Fokus auf die positiven Dinge zu richten.
Die eigenen Eltern achten
„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.“ 2. Mose 20,12. Das ist das erste Gebot mit einer Verheißung. Es ist bindend in der Kindheit und Jugend, im mittleren Alter und im Alter. Zu keinem Zeitpunkt im Leben sind Kinder davon entbunden, ihre Eltern zu ehren.
Ellen White (2009): Ein glückliches Heim. Backnang: Gihon Publishing. S.197
Die Eltern haben besonderen Anspruch auf Liebe und Achtung, wie es keinem anderen zusteht. Gott selbst hat ihnen die Verantwortung für jene Menschen auferlegt, die ihrer Obhut anvertraut sind und hat bestimmt, dass sie an seiner Stelle stehen sollten, solange die Kinder noch jung sind. Wer also die rechtmäßige Autorität seiner Eltern ablehnt, verwirft die Autorität Gottes. Das fünfte Gebot verlangt von den Kindern nicht nur Dankbarkeit, Unterordnung und Gehorsam den Eltern gegenüber, sondern auch Liebe und fürsorgliche Rücksichtnahme. Sie sollen ihnen die Mühsal erleichtern, auf ihren guten Ruf bedacht sein, sowie im Alter für sie sorgen und ihnen Freude machen.
Ellen White (2009): Ein glückliches Heim. Backnang: Gihon Publishing. S.198
Wir sollten nie vergessen, dass wir, solange unsere Eltern leben, auch ihnen gegenüber unsere Pflichten haben. Es sollte uns ein Anliegen sein, für ein gutes Verhältnis zu ihnen zu sorgen. Auch darin sind wir unseren Kindern ein Vorbild.
Durch Grenzen Respekt lehren
In unserer zuchtlosen Zeit haben Kinder, die mangelhaft erzogen wurden, nur wenig Verständnis für ihre Pflichten gegenüber ihren Eltern. Oft ist es so, dass sie, je mehr die Eltern für sie tun, desto undankbarer sind und desto weniger Respekt vor ihnen haben. Kinder, die verhätschelt und bedient wurden, erwarten, dass das immer so weiter geht. Werden dann ihre Erwartungen nicht mehr erfüllt, sind sie enttäuscht und verzagt. Diese Einstellung behalten sie für ihr ganzes Leben. Sie werden unbeholfen, lehnen sich an andere an und erwarten von ihnen Hilfe. Sie hoffen, dass man sie begünstigt und ihnen nachgibt. Widerspricht man ihnen, selbst wenn sie erwachsen sind, dann fühlen sie sich falsch behandelt. Verärgert gehen sie ihren Weg, kaum imstande, mit sich selbst fertig zu werden. Sie murren und schimpfen, weil nicht alles nach ihren Wünschen geht.
Ellen White (2009): Ein glückliches Heim. Backnang: Gihon Publishing. S.198-199
Es ist schön, wenn wir für unsere Kinder da sind und unser Bestes geben, aber wir müssen als Eltern darauf achten, dass wir von Beginn an ganz klare Grenzen setzen. Wir tun unseren Kindern nichts Gutes (und uns auch nicht), wenn wir ihnen jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Und es ist natürlich nicht gut, Zeitmangel mit Nachlässigkeit zu kompensieren.
1.2 Gottes Im.Puls für Klein
Buchtipp: Meine Lieblingsgeschichten aus der Bibel (Advent-Verlag Krattingen), Band 5: Daniel und seine Freunde
Daniel wurde als junger Teenager mit drei guten Freunden nach Babylon weggeführt (zusammen mit vielen anderen ihres Alters). Sie hatten ihre Familie nicht bei sich und mussten nun in einer für sie ganz anderen Welt alleine zurechtkommen. Sie hätten sich stur stellen können, aber anscheinend haben ihre Eltern sie schon früh Respekt gelehrt, denn als sie zum König gerufen werden, der ihnen letztendlich alles genommen hat, begegnen sie ihm mit Respekt, wie es sich vor einem König gehört.
- Zeigt eurem Kind, wie man sich vor einem König verbeugt. Lasst es einmal Daniel und einmal den König spielen.
- Redet mit ihnen darüber, dass es genauso zwischen Kindern und Erwachsenen ist. Auch hier müssen sie Respekt zeigen, natürlich auf eine andere Art: z. B. gehorchen, höflich sprechen, ausreden lassen.
- Spielt nun auch Situationen aus eurem Alltag nach, in denen das Kind besonders Höflichkeit zeigen kann (freundlich um etwas bitten, sich für etwas bedanken, den Vortritt lassen,…).
- Jeder von euch aus der Familie darf für einen Tag (oder einen bestimmten Tagesabschnitt) „König/in“ sein. Bastelt dafür symbolisch eine Krone, die vom König bzw. der Königin getragen wird. In dieser Zeit soll er von allen anderen besonders respektvoll und geachtet behandelt werden.
- Obwohl Daniel und seine Freunde dem König respektvoll gegenübertraten, achteten sie Gottes Anweisungen mehr als Menschengebote. Erzählt den Kindern Erfahrungsberichte, wo Menschen Gott höher achteten als weltliche Autoritäten (Bsp.: Sabbat-Schule, Arbeit, Wehrdienst,…).
- Daniel und seine Freunde achteten ihren Körper und hielten sich gesund. Überlegt euch eine Woche lang eine Sache, die ihr jeden Tag für euren Körper tun möchtet.
Jesus und Petrus
Petrus verleugnete seinen Herrn dreimal und doch wandte sich Jesus nicht von ihm ab. Stattdessen zeigte er ihm dreimal, dass er angenommen und ihm vergeben worden war.
- Bastelt euch Stabpuppen: Malt die einzelnen Personen und Tiere, schneidet sie aus und klebt sie auf Schaschlickspieße. Mit einem passenden Hintergrundbild auf DIN A3 (z. B. die Lagerfeuerszene) kann die Geschichte nun nachgespielt werden. Vielleicht lässt sich ja eine kleine Vorführung organisieren für den Papa, die Großeltern oder Freunde?
- Erklärt euren Kindern, dass wir, nur, weil uns vielleicht jemand am Spielplatz geärgert hat, kein Recht dazu haben, ihn respektlos zu behandeln. Es ist wichtig, immer wieder zu vergeben und freundlich miteinander umzugehen.
- Umgang mit anderen bei Differenzen (ab ca. 4 Jahren): Man kann ganz besonders seinen Respekt in schwierigen Situationen zeigen lernen. Wenn man bei Streitfällen mit dem Kind bzw. den Kindern folgende Fragen durchgeht, lernen sie respektvoll mit dem anderen zu sprechen, wenn sie in einem Konflikt stecken.
- Was ist passiert?
- Warum ist es passiert?
- Was wünsche ich mir?
- Womit geht es uns beiden gut?
Diese vier Fragen kann man auch auf jeweils zweimal auf ein Blatt Papier schreiben und am Boden als eine Art Brücke in der Reihenfolge 1, 2, 3, 4, 4, 3, 2, 1 auflegen. Der eine, der im Konflikt steckt, stellt sich auf das erste Blatt und beantwortet die erste Frage. Der andere hört inzwischen nur zu und lasst den anderen ausreden. Danach erst stellt er sich auf seiner Seite auf Blatt 1 und beantwortet die erste Frage. Dann stellt sich der erste auf das zweite Blatt usw. Am Schluss sind sich die beiden Kontrahenten hoffentlich nicht nur körperlich näher gekommen.